Oh happy day…

Guten Abend, liebe Leser!

Ich versuche heute mal mich extrem kurz zu halten. He, wer lacht denn da so dreckig? Ja, ja, schon gut. Aber ich gebe mir Mühe, okay? „Oh happy day…“ weiterlesen

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Mein Freund, der Port

Heute möchte ich euch jemanden vorstellen. Eine Erfindung, die mir anfangs große Angst gemacht und Ekel bereitet hat. Der Port.
Vielleicht geht es euch wie mir noch vor 12 Wochen. Ein was? Ich will es euch erklären. Zart besaitete Seelen, die mit solch implantierten Dingelchen nicht umgehen können, empfehle ich, jetzt nicht auf „Weiterlesen“ zu klicken. Hier folgen keine Spladderbilder, aber meinen Mann schaudert es bei sowas ja immer nur schon aus Erzählungen.

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Labor 1

Heute war die erste Blutuntersuchung nach Chemo 1. Den schlafenden Mick hatte ich vorher zu seinem Nachtschicht-schlafenden Papa ins Zimmer geschoben, Romy hatte er morgens noch in den Kindergarten gefahren. Um kurz vor elf kam mein Taxi und wir fuhren zur Praxis. Anfangs hatte ich ja echt meine Probleme damit – wie, ich soll nicht selbst in die Praxis fahren dürfen? Ich mache meinen Kram aber immer allein und ich bin doch nicht krank! Äh, na ja, ich revidiere das inzwischen. Und wenn man vom Kopf her so Matsch ist, muss man sich eingestehen, dass es besser und gesünder ist, nicht selbst das Lenkrad zu bedienen.  „Labor 1“ weiterlesen

Kleine doofe Nachtgedanken 

Mein kleiner Sohn. Diese Schuldgefühle dir und deiner Schwester gegenüber sind manchmal wirklich groß und schwer zu ertragen.

Ich sollte mich so viel mehr um dich kümmern. Mit dir herausgehen, die Zeit noch mehr mit dir genießen, die Tage verflogen so schnell. Du bist fast elf Wochen alt und dieser Krebs hat so viel Freude, Wochenbett, Kuschelzeit, Idylle und Geborgenheit gefressen, die ich mir für die Zeit nach deiner Geburt so gewünscht hatte, war die Schwangerschaft ja nicht gerade immer erholsam und einfach für mich – oder uns? Oh je, das klingt als würde ich dich vernachlässigen. Nein, aber dass ich mich so viel um mich kümmern muss, nervt mich so extrem. Dass meine Gedanken so viel um meine Nebenwirkungen und Medikamente kreisen, kotzt mich an. „Kleine doofe Nachtgedanken „ weiterlesen

Tag 4 nach Chemo 1, oder: Wie man sich selbst Steine in den Weg legt

Guten Tag werte Leserschaft!

Als erstes stelle ich freudig – oder eher erschreckend? – fest, dass es wirklich Menschen gibt, die Gefallen daran finden, meinen geistigen Abfall durchzulesen. All meine abstrusen Gedanken, Ideen, Wünsche, Erlebnisse. Hm, nun gut, ihr seid, denke ich, alle alt genug. Ich gebe es aber auch zu, gerührt bin ich. Sehr sogar! Von all eurer Anteilnahme, euren Kommentaren, persönlichen Nachrichten bei Facebook und diversen Foren. An dieser Stelle danke ich euch allen ganz herzlich! Und genau DAS nervt mich so: Ich bekomme so tröstende, aufmunternde Worte, tolle, mich so zum weinen bringende Päckchen, Pakete, Karten – und was kann ich erwidern? „bla bla, danke, bla“. Ich fühle mich so hilflos, wenngleich natürlich wahnsinnig erfreut und ich könnte mir in die Hose strullern vor Freude (ja, nein, also ihr wisst schon, ich tue es nicht, DAS habe ich noch unter Kontrolle). Aber ich würde gerne jedem Einzelnen von euch etwas zurückgeben, aber was? Ich habe das Gefühl, meine Worte reichen nicht. „Tag 4 nach Chemo 1, oder: Wie man sich selbst Steine in den Weg legt“ weiterlesen

Chemo 1

Heute ist der 19.09.2016, es ist 9:22 Uhr und seit vier Minuten läuft das erste Medikament durch meine Adern. Dem Krebs wird es nun richtig schlecht gehen, mir hoffentlich nicht ganz so. Es ist alles sehr aufregend, ich habe Hunger, mag aber nichts essen. 

Tschüss Krebs, heute ist mein erster Tag in mein perfektes, hoffentlich krebsfreies Leben!

„Chemo 1“ weiterlesen