Arzt-Marathon

Da ich ja an der GAINII-Studie teilnehme, werde ich gefühlt auf links gekrempelt, untersucht und wieder zurückgedreht.

So musste ich also heute erneut zum EKG und Herz Echo, da beides bei Chemo- bzw. Studienbeginn nicht älter als 14 Tage alt sein darf.


Um 9:15 Uhr Termin bei Dr. S. für EKG/Echo

Um 10:15 Uhr Termin bei Dr. L. zur 1. Blutabnahme über Port, schräg gegenüber von Dr. S.

Ich betrat also pünktlich die Praxis von Dr. S. und sagte der Sprechstundenhilfe gleich, dass ich um 10:15 Uhr spätestens bei Dr. L. sein müsse, da Blut abgenommen wird, das um 11:00 Uhr der Kurier holt. Da meine Studienleiterin übermorgen in Urlaub geht, muss mein Blutbild morgen vorliegen. „Ja, ach das kriegen wir hin Frau L.“. Okay, alles gut, schnaufe ich mal durch. Man glaubt ja nicht, wie umständlich es ist, mit Baby, Kinderwagen plus Maxi-Cosi-Aufsatz und Wickeltasche Arzttermine wahrzunehmen (zwei Notizen dabei für mich am Rande: Aufzüge in Arzthäusern sind nicht immer geräumig! Und Rentner sind sich selbst am nächsten und lassen dich sicherlich nicht durch…). Ich nahm also im Wartezimmer Platz und wartete. Nach einiger Zeit endlich wurde ich zum EKG aufgerufen, das ging auch zügig, lediglich ein paar Saugnäpfe auf den Oberkörper geploppt bekommen, halbe Minute die Klappe halten (das ist schon eine Meisterleistung) und schon durfte ich wieder im Wartezimmer Platz nehmen. Und da wartete ich, und wartete… es wurde 9:45 Uhr, 10:00 Uhr… Eine ältere Dame ging raus und ich hörte sie fragen, wie lange es noch dauere, sie warte ja schon seit halb zehn. Ich dachte nur „hee Moment Lady, ich hatte vor dir Termin und muss dringend zum nächsten Arzt“). Da hörte ich die Antwort der Sprechstundenhilfe: „Frau X., es geht gleich los.“ Keine zwei Minuten später: „Frau X, kommen Sie ruhig.“ Bitte waaaas??? Ich kämpfte mich erneut mit meinem Kinderwagen durchs Wartezimmer und fragte am Empfang nach, wie lange es noch dauert. Sie sah mich an, „ach so, ja…“, ging nach hinten und kam zurück „das dauert jetzt noch so 20 Minuten, gehen Sie lieber rüber.“ Grr, ja herzlichen Dank auch.

 Also hetzte ich zurück zur Praxis L. und bekam dort meine erste Blutabnahme durch den Port. Und wieder habe ich mir vorher viel zu viel Kopfkino gemacht, alles halb so schlimm. 

Als das erledigt war, flitzte ich zum Auto, neues Parkticket ziehen, bevor man sich wieder ein Knöllchen einfängt (ja leider beim Perückenkauf passiert, weil wir zu spät zum Auto zurück kamen) und als ich gerade weitere 1,20 € ausgegeben und das Zettelchen ins Auto gelegt hatte, ertönte aus einem Auto in der Nähe neben mir eine Stimme. „Brauchen Sie noch einen Parkschein?“, ich lehnte dankend ab, hätte gerade einen gekauft. Der Fahrer „oh schade, meins wäre bis 11:54 Uhr gegangen“. Ich fluchte kurz innerlich, meins ging bis genau 12:00 Uhr, hrhr. Fuuuu… 

Egal. Also zurück zur Praxis Dr. S. Und durfte direkt ins Sonozimmer. Wenige Minuten später kam Dr. P., machte Witze darüber, dass seine Preise wohl noch zu günstig seien, da wir die Untersuchung ja schon wieder machen und wenige Minuten später war ich dann endlich durch. 

Mein Sohn war während der ganzen Zeit vorbildlich und schlief friedlich. Daheim angekommen machte ich ihm eine Flasche, die er dann auch gierig trank und dann schliefen wir beide eine ordentliche Runde. 

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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