Nicht schon wieder Fieber!

Hallo liebe Leser,

also heute ist wieder so ein Tag, der könnte mir wirklich gestohlen bleiben.

Beginnen wir von vorne:
Schon heute Morgen merkte ich direkt nach dem Aufstehen, dass mich mein Kreislauf wieder auf die Couch zwingt, ich konnte Romy nicht anziehen oder ihr auch nur Frühstück machen. Also musste Jörn ran und ich konnte wieder nur untätig zugucken.
Ich schlief dauernd ein und griff irgendwann zum Fieberthermometer: 37,5°. Ich nööö, was soll das denn jetzt schon wieder? Genau wie bei Chemo-Runde 1 schlägt das Fieber also nun wieder zu.

Da für heute eh um 15:10 Uhr ein Termin in der Praxis anstand, blieb ich also artig liegen, versuchte so gut es geht zu trinken (igitt) und schlief und machte mir, wenn ich mal wach war, nur Sorgen. Mir fiel das Aufstehen schwer, mein Kreislauf ist wirklich im Eimer und ich bekomme nach kurzer Zeit Schweißausbrüche, wenn ich mal stehe. Jörn fuhr Romy in den Kindergarten und versorgte Mick und kochte uns was zu essen. Am frühen Nachmittag dann nahm ich all meine Kraft zusammen, zog mich an (inklusive schickem Mundschutz) und mein Taxifahrer holte mich um 14:40 Uhr ab und fuhr mich in die Praxis.

Ich sagte am Empfang gleich, dass ich 37,8° habe und man bat mich im Wartezimmer Platz zu nehmen. Kurze Zeit später wurde dann Blut abgenommen, der Blutbildapparat ratterte neben mir: Leukozyten 0,9. Fuuu! Zur Erinnerung: Beim ersten Mal waren sie, als ich Fieber hatte, bei 1,1 und da war es schon an der Grenze zum Krankenhaus. Nun denn, ich solle bitte im Gang Platz nehmen, der Doktor rufe mich gleich rein. Aus dem „gleich“ wurde eine halbe Stunde und ich malte mir schon aus, ob wenn ich ins Krankenhaus müsste, die mich gleich aus der Praxis holen lassen würden oder ob man noch nach Hause dürfte, um eine Tasche mit dem Nötigsten zu packen. Ich steigerte mich also schön in meine Sorgen und Ängste hinein, es ging mir aber gar nicht mal sooo schlecht. Also damals, als ich 37,5° hatte, ging es mir miserabler.

Endlich öffnete sich die Tür und ich wurde hineingebeten. Wie es mir denn gehe und ob ich Fieber habe – äh, ja Doc, darum sitze ich hier, nicht? Ich hatte mittags blöderweise eine Paracetamol genommen, weil ich so starke Kopfschmerzen hatte. Da verzog er das Gesicht, hmm, das könne den Wert ja auch noch beeinflussen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Meine Werte sind nicht so gut, sollte das Fieber über 38,5° steigen, sollen wir ihn anrufen und er wird eine Einweisung ins Krankenhaus veranlassen müssen.

Also liege ich – vorerst? – auf meiner heimischen Couch, meiner Festung, zwischen der in ihrem Elsa-Kleid turnenden Romy und Jörn, der gerade Mick sein Fläschchen gibt, und hoffe, weiterhin hier bleiben zu dürfen. Der Doc sagte aber gleich, dass ich in Chemo-Runde 3 wieder die niedrigere Dosis bekomme, da mich die letzte abends ja echt umgehauen hat.

Ich mache es mir nun also gemütlich (hüte ich ohnehin ja nur die Couch, gääähn) und hoffe, dass das Fieber wieder abhaut. Drückt mir die Daumen, dass die Temperatur nicht steigt.

Bis bald, liebe Leser!

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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