Dramaqueen?

Guten Morgen, meine lieben Leser…

halt, ist da überhaupt noch jemand… mand… mand… mand…?
Die letzten  Tage hatten es so in sich, dass ich entweder keine Zeit, oder aber ehrlicherweise einfach keine Lust gefunden habe.

Aktuell habe ich zwei Stündchen „Zeit“ (na ja, Jörn hat heute frei, somit hätte ich sie theoretisch wirklich, wenn er jetzt um kurz vor 9 Uhr nicht noch schlafen würde, während Romy mich eben mit einem „Mami, ich hab ein bisschen Hunger und Durst“ begrüßte – oh, ich nehme alles zurück, er erhebt sich gerade.

Aaaalso es begann alles damit, dass ich ja vor einigen Tagen Zahnschmerzen bekam. Diese ziehen vom Oberkiefer in Richtung Kiefergelenk, inzwischen auch in Richtung Nacken. Mindestens eine Ibu wird täglich fällig, argh.

Nachdem ich also nun Stammgast bei meiner Zahnärztin bin, weil wir meinen Zahnschmerzen nicht so recht auf die Spur kamen, entschied sie, dass wir  eine neue Röntgenaufnahme vom Ober- und Unterkiefer machen. Gesagt, getan. Nach Sichtung stellte sie fest, dass meine Kiefergelenke sehr extrem in den Gelenkpfannen (oder so ähnlich) liegen und ich vermutlich nachts mit den Zähnen knirsche – kann gut sein, ich hab irgendwie auch einiges zu verarbeiten. Also verordnete sie mir eine Knirscherschiene. Und erwähnte nebenbei, dass „wir uns eine zweite Meinung mit ins Boot holen für diese Stelle unten links im Unterkiefer“. Meine Ohren begannen sich zu verschließen, ein „ist sicher nichts Schlimmes“ erreichte mich noch. Ich dachte nur „den Satz habe ich im Juli ’16 schon mal gehört, lass gut sein“. Die Abdrucknahme, vor der ich früher so Panik hatte (wegen Würgen, Emetophobie und so, ihr wisst schon, ich bin eben unnormal…), ließ mich ziemlich kalt, würgen musste ich auch nicht. Nur tat das eben unglaublich weh, alle meine Zähne sind total kälteempfindlich geworden (danke, Chemo!).

2017-02-01 12.20.02.jpg
Darum geht es. Und ja, ich weiß, viele Füllungen, Kronen, Wurzelbehandlungen…

Tja, das die Kurzversion. Das war am Mittwoch, 01.02.2017. Gestern war ich dann beim Kieferchirurgen, der mich an die Radiologie überwies, es solle ein 3D CT angefertigt werden. Und heute Morgen um 7:30 Uhr war ich dort, die CD mit den Bildern liegt nun vor mir, der Befund ist hoffentlich heute Mittag beim Kieferchirurgen und dann erfahre ich hoffentlich mehr. Auf jeden Fall versuche ich seit Mittwoch ruhig zu bleiben. Aber irgendwie hat man teilweise leise Zweifel, horcht in sich hinein, fragt sich, was man bei einem erneuten Tumorbefund macht. Aber wenn ich mir eines versucht habe beizubringen, dann abzuwarten und mir nicht vorher schon ne Rübe zu machen, was sein könnte, müsste, würde, was ich tue, wenn… Nein. Ich denke von einem Tag zum anderen. Nicht, was übermorgen sein könnte, morgen, nächste Woche, in drei Jahren. Das macht mich nur unnötig verrückt. Und bisher funktioniert es relativ gut.

Was gibt es sonst zu berichten?

Die Strahlentherapie (berichte ich separat von) läuft und ich war am 02.02. bei meiner neuen Psychologin. Die sich als wahrer Schatz entpuppt hat. Ihren Namen nenne ich bewusst nicht, da sie mir sagte, sie wünscht sich schon, gar nicht mehr gefunden zu werden 😀
Als ich ihr den Tag meine Mail schickte, hatte sie noch genau zwei Therapieplätze für dieses Jahr frei. Einen davon habe ich nun. Und erst am Ende der Stunde offenbarte sie mir, dass sie selbst vor 14 Jahren an Brustkrebs erkrankt war, also meine Ängste, Sorgen, Wünsche nur allzu gut kenne, und erwähnte fast nebenbei, dass sie eben Psychoonkologin sei. Genau das, was ich gesucht hatte! Nächste Woche geht es weiter, los, wie auch immer. Ich fühle mich bei ihr jedenfalls sehr, sehr wohl, und das ist die Hauptsache!

So, weiteres Vorgehen für heute:
11:00 Uhr Zahnärztin, meine Knirscherschiene abholen und alte Röntgenbilder mitnehmen, die möchte der Kieferchirurg sehen
Anschließend (bis 13 Uhr) direkt zum Kieferchirurgen, Befundbesprechung,
16:00 Uhr Glücksstrahlen (Strahlentherapie)

Drückt mir bitte, bitte die Daumen, dass dies ein happy friday wird.

Bis bald – eure Chemonica!

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Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016). Am 11.07.2016 warf mir die Diagnose Brustkrebs gehörig einen Knüppel zwischen die Beine (G3, triple negativ, 2,5 cm, 4/10 befallene Lymphknoten etc.) und aktuell setze ich - hoffentlich - alles Machbare ein, um wieder krebsfrei zu werden.

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