Um den 08./09.07.2019 herum – Mühsam kämpft man sich zurück

Die Tage zogen weiter ins Land. Eines Tages kamen die beiden netten Damen von der Physiotherapie (Frau J. und Frau P.), hielten mich fest, wir gingen auf den Flur, jeden Tag ein Stückchen mehr. Anfangs wackelte ich ganz schön, aber es ging – langsam, aber sicher.

Ich durfte nach einigen Tagen auf die Toilette zum Abführen (ich MEINE es war Tag 3 oder 4 nach OP?) – übrigens bisher das Einzige, was ich noch nicht tun musste: In den Pott kacken! Und ich durfte mich nach einigen Tagen an die Bettkante setzen. Alles nach und nach, aber für meine Begriffe doch zackig.

Ich versuchte – Ach, was sage ich? – bis heute noch versuche ich mir hier alle Namen zu merken, schaue schnell aufs Namensschild, gucke später nochmals verstohlen, vergesse es manchmal sofort wieder… Das kostet sooo viel Kraft! Aber das Namenspiel und ich fangen an uns zu lieben. Mein Mann hat mich inzwischen mit Notizzetteln versorgt und seitdem nutze ich diesen ausgiebig für alle Namen der Ärzte und Schwestern, Fragen für die Visite, sogar für Essensbestellungen, weil ich immer gerne auf Dinge vorbereitet bin und gerne gleich sage, was ich essen möchte. Alles nicht einfach nach einer Kraniotomie, DAS lasst euch gesagt sein.

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s