ÖGD am Donnerstag, den 11.07.2019

Guten Tag zusammen!

Der 11.07.2019 begann und ich sollte zu 12:15 Uhr bei der ÖGD auftauchen. Hieß: Kein Frühstück, kein Mittag, weil ganz doofe Uhrzeit. Toll. Danke. Aber auch egal. Die Enttäuschung vom Vortag war ja auch viel zu präsent, also egal.

Es wurde 12:45 Uhr, es wurde 13 Uhr, ich meine sogar 13:15 Uhr. Zwischenzeitlich hatte ich schon angefragt, weil nix passierte. Doch, doch, käme sofort jemand. Und endlich öffnete sich die Tür und der Fahrdienst brachte mich unten zur ÖGD (im Bett).

Dort lag ich eine Weile und endlich kam ich dran. Man stellte schnell fest, dass ich meinen ZVK nicht mehr habe. Ach so? Hm. Hm. Nun gut. Der Arzt – sein Name fehlt leider auf meiner Agenda – war sehr nett, und so brachten wir ungelogen etwas mehr als eine Stunde damit zu, Blut aus mir, nein, eigentlich sogar „nur“ etwas Spray in mich hinein zu bekommen, sonst hätte die ÖGD eben ohne jegliche Sedierung stattfinden müssen, und das wollte man mir ersparen und davor hätte ich auch zu große Angst gehabt, das gebe ich offen zu. Man schob mich sogar zum Ultraschall, damit man sehen konnte, wo man genau hinpiekst. Wir versuchten die Fußrücken (erneut), Leiste ging nicht, dafür hätten wir einen großen Katheter gebraucht. Wir versuchten es an verschiedenen Stellen im Arm, an den Waden…

All unsere Versuche blieben er-folg-los.

Komplett enttäuscht schickte man mich wieder hoch. Wir waren alle genervt, traurig, scheiße alles. Schwester A. von dieser Abteilung fühlte sehr mir mir mit, sagte, man würde alles tun beim nächsten Mal. Diese Schwester war es auch, die, bevor ich dran kam, einen Fahrdienst angeschissen hatte, da dieser den Rollstuhl der anderen Patientin einfach hatte stehen lassen. Darüber regte sie sich in seinem Beisein auf – zurecht!

Und dann gab es noch eine Schwester, die zu mir kam und mir versprach, mich beim nächsten Mal auf jeden Fall dazwischen zu schieben, komme was wolle. Ihr Name ist mir leider nicht bekannt.

Ich kam wieder zur Station hoch und man erfuhr von der Enttäuschung. Kurz darauf musste ich mir anhören, dass“die Dame SO pissig am Telefon gewesen sei und den Termin gecancelt habe und man garantiert nicht noch mal dort angerufen werde.“ Ich stand da und brachte nur ein: „Ja, sie haben es versucht. WIR haben es versucht, über eine Stunde“ usw. hervor, aber ich merkte, dass ich nicht der Auslöser war. Und merkte, dass mich das irgendwie ankotzte, weil ICH als Sündenbock herhalten musste.

Ich legte mich ins Bett und beschloss, dass dieser Tag auch scheiße war. Nix gegen den 10.07., aber die Schmerzen, die man bei jedem Stich hat. Ja, Babynadel, ich weiß, aber trotzdem unnötig, schmerzhaft, einfach scheiße. Und niemand kann was dafür. Immer größer werdende Angst, weil nix klappen will, Angst vor ÖGD, aber muss ja sein…

Wenig später erhellte sich das Zimmer noch, weil Schwester I. zu mir kam. 12.07. CCT um 08:15 Uhr. Ab 07:30 Uhr einen Liter Wasser trinken bitte. Alles klar, alles wird gut.

 

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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