CCT am Freitag, den 12.07.2019

Ahoi zusammen!

12.07., 7:30 Uhr, Chemonica trinkt. Falls ihr es noch nicht wisst – ich HASSE es, viel zu trinken. Wi-der-lich! Aber komm, Arschbacken zusammenkneifen und los. Hast schon ganz andere Sachen geschafft! Und es war ja „nur“ Wasser. Börps.

Die Visite kam herein. Ein Arzt (wenn ich nur den Namen parat hätte…) und Frau B., die Ärztin, die mir die Diagnose mitgeteilt hatte. Als ich dran bin (Bett Nr. 3), kommt von mir die Frage nach dem Vigo, also das ist sozusagen ein Zugang, den man fürs CCT braucht, weil dafür Kontrastmittel gespritzt wird, sowas wie eine Branüle in die Hand, also einen venösen Zugang. Einen ZVK braucht es für DIESE Untersuchung nicht zwingend, der ja ohnehin eine große Infektionsquelle ist. Frau B. wirkte nicht begeistert, aber erklärte sich zur Vigo-Legung bereit und kam kurze Zeit später mit ihrem „Blutabnahme-Kram“ zurück zu mir.

Wir gaben alles. Sie gab alles. Er-folg-los.

Im Nachhinein kann ich behaupten, dass man die Kollegen wohl unterschätzt hatte bei der missglückten ÖGD.

Das CCT wurde abgesagt, da wir keine einzige Stelle an meinem Körper fanden, die Blut abgegeben hätte.

Meine Enttäuschung kann ich kaum mehr fassen. Aber wie immer: Kopf hoch. Und warum? Weil MEIN SOHN AM HEUTIGEN 12.07.2019 GEBURTSTAG HAT! Für ihn wollte ich heute draußen sein, ein Stück Schokokuchen essen, Spaß haben, gesund sein – dachte ich doch so lange, dass es doch nur eine missglückte Wurzelspitzenresektion war. Aber es war doch so viel mehr, nicht nur ein schlappes, mürrisches Zähnchen. Nein, in meinem Kopf war – keine Ahnung wie lange unbemerkt – ein Tumor gewachsen. Hatte mich scheinbar zu einem launischen Monster wachsen lassen. Die Vorzeichen sind – jetzt, wo man es weiß – so überdeutlich gewesen, und niemand wollte es irgendwie wahrhaben, sehen, ernst nehmen. Es wusste einfach niemand. Na ja, HEUTE weiß ich, dass Jörn schon länger was ahnte, irgendwie? Keine Ahnung.
Ich war krank. Eine unbestimmte Zeit schon. Reizbar, trank wenig, häufige Kopfschmerzen, wollte Ruhe, Erholung, schaffte nicht mehr viel, schob das aber immer auf den durchlebten Brustkrebs. Hätte ich den Hirntumor verhindern können? Ich weiß es nicht. Ich werde es auch nie erfahren, denn DER Drops ist eh gelutscht. Unwiderruflich. Leider.

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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