Freitag, 19.07.2019: ÖGD – auch ohne Befund!?!

Guten Morgen allerseits!

Es tut mir leid, meist vernachlässige ich diesen Blog abends, denn die Tage hier im Krankenhaus sind immer so anstrengend, nachmittags habe ich dann (mindestens) Jörn hier und abends bin ich platt. Weil die Gespräche mit ihm zwar so schön, aber für meinen Kopf einfach noch so unglaublich anstrengend sind.

Die ÖGD: Pünktlich wurde ich zur Untersuchung gebracht (im Bett). Bat aber noch um einen Toilettengang, was aber kein Problem war.

Nach ein wenig Warterei ging es dann los. Ich hatte etwas Angst (wie immer, haha), aber alle waren sehr nett. Diesmal war es ein anderer Arzt, der aber mindestens genauso nett war.

Ich sollte mich auf die linke Seite drehen, bekam ein Stück aus Plastik zum draufbeißen in den Mund, das wurde fixiert. Dann kam auch schon die Sedierung…

Dann wurde ich wach und hörte nur die Helferin zu mir sagen „schon geschafft, alles gut!“. Und dachte nur „hä? DAVOR haste nun so nen Schiss gehabt?“ Und es ist so. Von der Untersuchung selbst habe ich nichts mitbekommen. Ob ich gespuckt habe? Nicht dass ich wüsste. Aber warum hätte ich?

Ich wurde aus dem Behandlungszimmer geschoben, blieb dort einen Moment und schloss die Augen. Mir ging es wirklich angenehm gut. Dann wurde weiter vorne ein Platz frei, also schob man mich zurück in die frei gewordene „Bettlücke“ und dann lag ich dort und kam schnell mit zwei anderen Damen ins Gespräch. Wir plauderten über Gott und die Welt und plötzlich ging jeder wieder seines Weges, nämlich als die Transportdienste kamen – so auch irgendwann meiner.

Inzwischen war es kurz vor 11 Uhr geworden und ich durfte mir kürzlich erst sagen lassen, dass Essen max. zwei Stunden verwahrt werden darf. Also ließ ich es von Anfang an weg. Und wurde prompt gefragt, warum ich denn kein Frühstück wolle… Äh. Hä? Ach, egal.

Leider zog sich mein Hunger durch den restlichen Tag. Während meiner Abwesenheit hatte ich nämlich das große Glück und wurde auf normale Station verlegt. Und mit wem? Mit „meiner“ Heidi. Wir verstehen uns sehr gut, lagen zusammen im IMC schon einige Tage und sind nun ganz selig, da wir zwar ein 3-Bett-Zimmer haben, das aber ein 2-Bett bleiben wird, da das dritte Bett gesperrt ist (Personalmangel).

Auf jeden Fall schienen Heidi und ich gestern einen abendlichen KH-Overkill erlitten zu haben. Weil wir hier abends beide lagen und uns in Rage redeten, auskotzten, das komplette System bemängelten. Heidi regte sich sehr darüber auf, dass sie nun plötzlich eine viel höher dosierte Clexane-Spritze (Blutverdünner, Bauchspritze) bekommt, obwohl ihr das kein einziger Arzt gesagt hat. Kann ich gut nachvollziehen.

Und als ich bemerkte, dass wir Montag ggf. eine Darmspiegelung durchführen lassen sollten, kam wieder nur dieses „Na dafür müssen Sie ja vorbereitet werden, da müssen Sie ja abführen.“ Na ja, könnte man den Sonntag nutzen. Aber erfragen Sie das doch Montag bei der Visite. Morgen (also inzwischen heute, in etwa einer Stunde) käme ja nur der Stationsarzt, und ob DER das sagen könne, wisse man nicht…

Mein Vorschlag, dass ich dann eben Montag einen neuen Port bekomme, wurde ebenfalls mit einem „das muss man sehen“ abgebügelt.

Heißt also, man wird WIEDER, WIEDER und immer WIEDER vertröstet, hingehalten, mal sehen, könne man noch nicht sagen… Das geht mir (und Heidi) so auf den Sack. Dieses warten müssen, weil vorher angeblich niemand was wusste.

Heidi und ich redeten noch bis etwa 23 Uhr, nahmen dann unsere Medikation (Schlaftabletten) und dann war schnell Ruhe. Aber es hat uns so maßlos geärgert. Ob es nun Patientin Frau A. ist, eine 81-jährige Dame, die auf den Kopf gefallen war und total überfordert war, weil sie gestern auch noch in ein anderes Zimmer ziehen musste. Ob es Patientin Frau L. St. ist, die noch im IMC liegt, sprachliche Defizite hat, die keinen wirklich kümmern und die komplett von ihrem Mann betreut wird, da es die Schwestern entlastet… Es ist alles langsam nicht mehr tragbar. Aber in mir schlummert weiterhin diese riesige Angst, dass ich hier so lange liege und dass letztendlich nichts, aber auch nichts gefunden werden wird. Was genau würde das für mich bedeuten? Reden wir dann noch von Heilung? Pallative Versorgung? Schadensbegrenzung? Von was überhaupt? Die Angst steckt tief in mir, weil mir langsam die Ideen ausgehen, wo man noch suchen könnte. Aber man sprach vor einigen Tagen schon vom neuen Port, der wäre mir auch lieber als der ZVK, der ja eh raus müsste, bevor ich hier gehe.

Ich habe es inzwischen nur so gründlich satt, täglich vertröstet zu werden mit einem „schauen wir mal“ und so. Da muss es doch möglich sein, dass mir HEUTE, GLEICH und am Samstag ein Arzt, ob Oberarzt, Stationsarzt oder meinetwegen das Mainzelmännchen höchstpersönlich kompetent endlich mal sagen kann, was wir MONTAG tun werden.

So, fürs erste habe ich mich nun ausgekotzt bei euch. Ich bin seit halb sechs Uhr auf, bin schon geduscht, duftig frisch und startklar für den Tag. Ich trage heute sogar eine (mir viel zu groß gewordene!) Jeans.

Aber ich verlange umgehende Info über weiteres Vorgehen!

Bis später, ihr Lieben!

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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