Dienstag, 23.07.2019: Fürn Arsch…!

Hallo ihr Lieben!

Es gibt Neuigkeiten – mal wieder! Jammern auf hohem Niveau, ich weiß. Aber ich trinke seit gut 1,5 Stunden Braunschweiger Löwenfluss – das ist ein Braunschweiger Abführmittel. Mir ist elend, ich war noch nicht auf dem Klo, muss mich bei jedem Schluck konzentrieren, nicht zu spucken. Es ist JETZT schon so widerlich und ich habe noch über zwei Liter vor mir.

Erst hieß es, ich könne Apfelsaft haben, dann hieß es von anderer Stelle „nein, pur!“ Eine Schwester meinte nun, nein, helle Getränke gehen. Also wieder jeder was anderes.

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich hier trinken muss, jeder nervt mich hier dauernd und ich habe keine Lust zu spucken. Meine Emetophobie versuche ich zu unterdrücken, aber ich liege hier ja nicht daheim und möchte es vermeiden, vor anderen zu spucken.

Noch zwei Liter. Ich will nach Hause… :‘-(

Dienstag, 23.07.2019: Öfter mal was Neues…

Ich schon wieder…

Die Informationen reißen heute nicht ab… Ich versuche mich kurz zu fassen:

Von Frau J., der Physiotherapeutin, habe ich erfahren, dass es ziemlich düster um mich aussah. Große Operation, aufwändig. Ich hatte die Augen nur geschlossen…

Ein Umstand, der mir bis zu diesem Zeitpunkt neu war und der mich mal wieder sehr zum Nachdenken bringt. Damit muss ich erst einmal umgehen. Ich finde es aber sehr gut, dass sie so offen und ehrlich war!

Bei unserer werktäglichen Flurlauferei legte sie mir nahe, dass ich meine Psychologin zeitnah kontaktieren solle. Und das habe ich eben getan und um einen Notfalltermin gebeten. Ich bin an meine Grenze gekommen, habe versucht stark zu sein, alles zu tun, um den Kopf oben zu halten, aber ich muss sagen: Ich kann nicht mehr.

Schwere Worte. Ich möchte kein Jammerlappen sein. Hasse jammern und ningeln. Ich fühle mich eklig. Ekele mich selber an. Dieser Jammermodus bekommt mir nicht. Ich gehöre nach Hause. Aber es geht nicht. NOCH nicht.

Scheiße alles!

Bis später…