31.07.2019: Soooo viele News!

Hallooohooo ihr Mäuse!

Moni hat schon wieder allerhand Neuigkeiten:

Zuerst einmal kam Frau Dr. Hei., Oberärztin, erneut zu uns (da Heidis Mann nach ihrem Namen fragte, weiß ich den nun auch). Eine der kompetentesten und nettesten Ärztinnen wohl überhaupt. Ich hoffe, ich vergesse nix…

Und sie fing an bei mir:

1. Bettenverteilung Celler Straße hat angerufen: Verlegung 05.08.2019 (kommenden Montag). Sie riet mir, dass ich bis zur Verlegung hier in der Salzdahlumer Straße bleibe. Weil der ZVK sonst raus müsse, wir aber bei mir ja nun nichts Brauchbares an Venen finden und einen Port wolle man vor genauer Diagnosestellung nicht implantieren. Ich stimmte zu, wenn auch mit leichtem Zähneknirschen, weil mir die Option „ein paar Tage heim“ einfach guuuuut gefallen hätten nach 27 Tagen hier.
Könne sie verstehen, meinte aber auch, dass mobile Patienten für gewöhnlich nicht lange bleiben müssen, hauptsächlich zur Anpassung der Maske, der Rest könne dann ambulant erfolgen mit Taxischein.

2. Die Information von Herrn Dr. K., dass die Untersuchung, ob der Brustkrebs verantwortlich sei, noch laufe, ja völlig falsch sei, das sei am 10.07.2019 schon ausgeschlossen worden. Ich erklärte ihr, dass ich das auch dachte, aber Ihrem Kollegen aber natürlich glaube, wenn er sagt, es sei noch nicht ausgeschlossen. Also wir suchen weiterhin den Primärtumor (einzige Möglichkeit scheint ja nur noch die Schilddrüse, bevor wir über CUP-Syndrom sprechen müssen…)

3. Morgen, also Donnerstag, 01.08. 10:00 Uhr Schilddrüsen-Sonographie hier im Haus. Ob ich nüchtern bleiben muss, soll ich die Schwestern noch fragen (SD-Tablette morgens nehmen oder nicht?)

Auf jeden Fall werde ich letztlich um eine Zweitmeinung nicht herumkommen, dafür ist hier viel zu viel passiert. Und als einen der ersten Aktionen wird sein, dass ich mein Muttermal über dem Po weglassen machen möchte (das schrieb ich, glaube ich, schon einmal).

Dann sprach Frau Dr. Hei. mit Heidis Mann, der schon da war. Heidi selbst war einige Minuten zuvor zum Röntgen Thorax abgeholt worden. Sie habe einen leichten Pneumothorax, der aber nicht gewachsen sei, das verwachse sich wohl von selbst auch wieder.
Frau Dr. Hei. erzählte ihm, dass sie nun den Befund von Heidi habe: Bronchialkarzinom in der Lunge und Metastase in der Wirbelsäule. Das sei der Befund.

Herr W., also Heidis Mann, tat mir unglaublich leid, aber er war so… er wirkte so überfordert und er tat mir unglaublich leid. Wir sprachen ganz kurz und ich sagte ihm auch, dass es mir sehr leid tue und ich nur ahnen kann, wie er sich gerade fühle, weil man diese Diagnose bekommt und das Gefühl hat, als würde einem jemand den Teppich unter den Füßen wegreißen und man falle in ein abgrundtiefes Loch…

Dann wurde Heidi wieder ins Zimmer gebracht und ich schnappte mir meinen Kram und sagte beiden, dass ich nun im Aufenthaltsraum bin und dass die beiden reden könnten. Ihr Mann hat mich, glaube ich, noch nie so dankbar angesehen…

Nun sitze ich hier mit Laptop, Akku, Handy und Powerbank, meinem CoffeeTee-to-go-Becher und Notizblock und habe so viele Gedanken im Kopf. Mir tut Heidi so leid, mir tut Karl, ihr Mann so leid, und ich drücke ihr so unglaublich die Daumen, dass sie das alles schafft. Aber sie ist SO eine Kämpferin, das wäre doch gelacht, wenn SIE das nicht schafft, wer dann?

Krebs ist echt unnütz. Ein großer Haufen unnützes Gebilde. Hinterhältig.

Frau Dr. Hei. hat ihr Paracetamol als Schmerzmedikament verschrieben, wir haben keine Ahnung, ob Heidi das verträgt, oder ob sie nachher wieder fröhlich durch die Gegend spucken wird. Das Medikament, was sie mal im IMC erhalten hat, stehe wohl so nicht mehr in der Akte. DAS ist irgendwie doof, dass das nicht übertragen wird.

Hier im Aufenthaltsraum hatte ich noch ein nettes Gespräch mit mehreren Herren, einer davon stellte sich als „Jens“ vor und fragte mich im Verlauf nach meiner Blog-URL. Also Jens, wenn du das hier liest, dann hast du alles richtig gemacht ^^

So, nun schreibe ich noch ein paar private Nachrichten bei Facebook und versuche meine Gedanken zu sortieren. Vermutlich kommt auch meine liebste Physiotherapeutin Frau J. bald und wir reden etwas, laufen in der Klinik herum, randalieren hier und da… oder auch nicht? Mal schauen. Es ist ja auch schon halb Zwölf durch. Ach, und Heidi schreibe ich noch eine WhatsApp-Nachricht, dass sie mir gerne Bescheid geben kann, wenn sie reden mag. Und dass es auch in Ordnung sei, wenn nicht. Ich bin in der Nähe.

Meinem Babybär gefällt es in der Rassel wohl richtig gut. Er wurde schon mehrmals ermahnt, hat kein Auge mehr für seinen Papi und der darf wohl morgen nach dem Frühstück schon abhauen 😉

Es geht langsam, aber sicher vorwärts.
Bis später, meine Lieben!

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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