Donnerstag, 01.08.2019: Schilddrüsen-US ohne Befund

Hallo ihr Hasen!

Tja, mein Zauber geht weiter. Gegen 09:45 Uhr schlenderte ich zum SD-Sono und musste einen Augenblick warten. Dann bat mich die Helferin zu sich und ich legte mich auf die Untersuchungsliege, hatte eine etwas „unbequeme“ dünne Rolle im Nacken – klar, wir wollen die Schilddrüse ja auch schön erkennen bei der Untersuchung.

Kurz darauf kam schon die Ärztin und sie schallte beide Schilddrüsenlappen lange, gründlich, stellte diverse Fragen usw. Aber letztlich meinte sie „ich habe mir wirklich große Mühe gegeben, und ja, Ihre Schilddrüsenfunktion ist eingeschränkt, durch Ihr Hashimoto, das wissen Sie ja sicher auch. Aber ich kann keinerlei suspekten Befund finden. Hm, das tut mir jetzt in Ihrem Fall irgendwie leid – klingt doof, ne?“ Aber ich stimmte ihr zu: In MEINEM Fall ist das tatsächlich blöde. Aber nun gut, da kann die gute Frau ja nichts für. Sie bat mich schließlich, noch einen Moment im Wartezimmer Platz zu nehmen, sie wolle die Bilder auf ihrem PC aufrufen und wolle mich dann in Ihr Zimmer rufen.

Also nahm ich nochmals draußen Platz und wenig später bat sie mich zu sich herein. Sie zeigte mir alle Bilder nochmals deutlich, erklärte mir auch, dass ich in einem Schilddrüsenlappen einen Lymphknoten habe und in  dem anderen zwei, das sei aber nicht suspekt, absolut unauffällig und tatsächlich bei fast jedem Menschen so. Sie zeigte mir auch noch eine kleine Stelle, die etwas… tja, ich glaube sie meinte „serös“ aussehe, sie vermutete eher einen ZVK (und dem war ja so, mein erster wurde ja am Hals gelegt). Auf jeden Fall könne sie beim besten Willen keinerlei suspekten Befund aussprechen. Das enttäuschte mich leider und wir kamen ein wenig ins Gespräch.

Sie ließ mir noch ein paar Informationen zukommen, die es offiziell nicht gäbe, an dieser Stelle schreibe ich auch nicht weiter darüber. Und sie meinte, sie werde in ihrem Bericht schriftlich festhalten, dass sie ein PET-CT befürwortet. Sie meinte, dann stünde das in ihrem Bericht und dann könnten die Ärzte schlecht darüber hinwegsehen, als wenn ICH das als Patient immer wieder erwähnen müsste. Das fand ich auch sehr nett von ihr! Sie meinte auch, es sei totaler Quatsch, dass ein PET-CT mehr Strahlung freisetze als ein normales CT, aber „manche Ärzte würden auch viel reden, wenn der Tag lang sei“. Auch wieder eine gute Information, für die ich sehr dankbar bin! Ich WÜRDE all diese Untersuchungen wahnsinnig gerne nicht machen, wäre gerne auch gar nicht hier. Aber ich hatte einen Hirntumor, eine Metastase in meinem Kopf, die da sicherlich nicht mal eben alleine hingewandert ist. Und wo der Primärtumor ist, wissen wir immer noch nicht.

Ich werde morgen bei der Visite auch dringend nochmals erfragen, WAS genau man beim CCT sieht. Lunge? Bauchspeicheldrüse? Magen? Was genau findet da an Bildgebung statt? Ich brauche Antworten, auch wenn man mich sicherlich inzwischen für extrem bescheuert hält. Aber ich bin nicht zum Spaß hier.

Wir verabschiedeten uns, ich dankte ihr nochmals ganz herzlich und ging wieder hoch auf „meine“ Station. Heidi klagt weiterhn über Übelkeit, ob das nun vom Antibiotika kommt (sie hat ja einen Harnwegsinfekt) oder ob von einem anderen Medikament? Ich weiß es nicht. Ich habe jedenfalls freiwillig das Feld geräumt. Ich weiß gar nicht, ob mich ihr Erbrechen stören würde, aber ich mag auch einfach gerade mal nicht reden. Ich möchte IN RUHE stricken, „laptoppen“, Musik über Handy/Kopfhörer hören… Und ich brauche tagsüber einfach mal einen Tapetenwechsel.

Ich weiß für den Moment leider gar nicht mehr, was ich will.
Doch: Ich hätte gerne einen greifbaren Krebs. Aber irgendjemand will das absolut nicht.
Scheiße 😦

Bis später!

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

8 Kommentare zu „Donnerstag, 01.08.2019: Schilddrüsen-US ohne Befund

  1. Hm, Mist. 😕
    PET ist aber auf jeden Fall gut. Ich verstehe nicht, warum die Ärzte sich da so sperren. Hoffentlich geht das jetzt dann auch mal los damit.
    Alles so unbefriedigend, da haben die in der Celler Straße viel aufzuholen, was Kompetenz und so betrifft.

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  2. Es ist ja schon skurril, dass man irgendwann das „ohne Befund“ nicht mehr hören mag, obwohl es ja eine wunderbare Nachricht sein sollte. Ich habe noch nicht alle Deine Berichte lesen können, liebe Monica, hoffe, ich kann es in nächster Zeit nachholen. Im Moment folge ich den aktuellen Nachrichten. Ich wünsche Dir von Herzen alles erdenklich Gute und dass Du bald Antwort auf Deine Frage erhälst, wo dieses fiese kleine A….loch sitzt. LG Tina

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    1. Hallo liebe Tina!

      Ja, wie man merkt, bin ich keine Frau der kurzen Worte 😉 Wobei diese Erkrankung und die gesamte Geschichte drum herum einfach viel zu komplex ist, als dass hier ein fröhlicher Zweizeiler am Tag ausreichen würde.

      Aktuell „fehlt“ nur noch das PET-CT, und ob ich das erhalte? Man wartet… Eine Zweitmeinung muss ich mir sicher eh noch zeitnah einholen, ich kann und will das alles nicht einfach hinnehmen. Schlimmer Gedanke, das alles, aber der Kopf ist noch dran und mein Wille nicht gebrochen. Also mache ich weiter!

      Viele liebe Grüße aus dem Krankenhaus
      von Monica

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  3. Liebe Monica, ich hatte ja neulich sicher 5 h in deinem Blog gelesen und bin seither so hin- und hergerissen, ob ich aufhören sollte, weil ich so ein Grübler bin und dünnhäutig. Hört sich sicher doof an, du musst durch die ganze shice durch. … ich muss aber weiterlesen, ich drück dir so doll die Daumen und sende dir Millionen 🍀🐷! Viele liebe Grüße Beate

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    1. Liebe Beate,

      vielen Dank für deine Worte! Ach, ich bin selbst so dünnhäutig und ein Grübler… Aber hilft ja alles nix. Ich muss da durch und solange der Kopf oben ist und ich atme, so lange kämpfe ich auch – großes Ehrenwort!

      Viele liebe Grüße
      von Monica 🙂

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  4. Hallo liebe Monika,
    ich lese zur Zeit viel in Krebs- und Brustkrebsforen, da eine liebe Freundin akut erkrankt ist. So bin ich auf Deinen Blog gestossen und hängengeblieben.

    Was bist Du für eine tapfere Frau…mir fehlen die Worte. Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute, viel Kraft – aber die scheinst Du zu haben – und bewahre Dir Deinen Kampfgeist und diesen besonderen Sinn fürs Skurrile .

    Ich hoffe, Dir steht eine ruhige Nacht bevor und bitte ab morgen viele viele positive Nachrichten für Dich.

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    1. Liebe Smilla,

      vielen lieben Dank für deine Zeilen! Ich drücke deiner Freundin die Daumen! Krebs ist wahrlich kein einfacher Gegner, aber man muss IMMER nach vorne gucken und alles versuchen. Und das tun wir einfach, egal wie es endet, nech?

      Ruhige Nacht – mal sehen. Meine Bettnachbarin hat eine Neigung zum Drama und spuckte eben mal wieder…

      Viele liebe Grüße aus dem Irren-, äh, Krankenhaus 😉

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