Freitag, 02.08.2019: Blutabnahme und ein halbtoter Laptop

Hallo liebe Leser!

Der Freitag begann durchschnittlich. Aber Heidi klagte wieder unter großer Übelkeit. Heidi – verzeih mir, wie gesagt, du weißt, wie ich es meine: Ich kann meine eigene Situation schon kaum mehr ertragen, da kann ich mir nicht noch dauernd das Leid anderer antun. Zumal man hier ja NULL Privatsphäre hat. Ich war gegen 06:00 Uhr duschen, anziehen, schminken, Zähne putzen…

Ich zog also mal wieder in den Aufenthaltsraum um und machte es mir hier gemütlich. Bald darauf gab es Frühstück und ich fing an zu essen – da standen plötzlich Jörn und Romy vor mir. Welch Freude! Wir unterhielten uns, Jörn gab mir meine bestellten Wünsche und wir gingen noch kurz ins Zimmer (Heidi schlief) und danach nochmals in den Aufenthaltsraum.
Und dann kam, was kommen musste: Mein Laptop ging plötzlich in die Knie. Heißt: schwarz-weißes Krisselkrassel auf dem Bildschirm… Laptop schnell ausgeschaltet, versucht neu zu starten – nix. Mehrmals versucht: gar nix. Dann ging er endlich wieder an, aber nur blauer Bildschirm: „Es ist ein Problem aufgetreten 😦 “ Es war auch leider nicht das erste Mal, dass mein Laptop diese Aussetzer hatte. Im Urlaub 06/2018 fing es das erste Mal an und mein Laptop war extrem heiß. Aber wir schoben das Problem beiseite, daheim nutze ich ja eh fast ausschließlich meinen PC und so schob ich die Sorge beiseite. Bzw. kaufte ich mir damals im Aldi ein Knie-Tablettkissen, damit man sich das Teil nicht direkt auf den Schoß stellt, sondern eben auf dieses Kissen mit harter Plastikauflage, damit sich kein Hitzstau entwickeln kann.

Aktuell läuft mein Laptop gerade mal wieder – noch. Drückt mir die Daumen, dass er noch ein wenig durchhält. Zumindest, bis ich aus der Celler Straße entlassen bin und Jörn eines Tages in Ruhe zuhause befragen kann, auf was ich bei einem Laptop-Kauf achten müsste (RAM/ROM, Laufwerke, GB, Mainboard…?). Das wäre so, als wenn Jörn sich Wolle für Pullover xy bestellen soll. Ich kann nicht von allem eine Ahnung haben…

Es ist nun 14:02 Uhr, vor etwa einer Stunde war Schwester L. bei mir und nahm mir Blut ab, die Ärztin (welche auch immer) möchte meine Schilddrüsenwerte nochmals genauer bestimmen lassen. Ich machte schon Scherze: „Oh, vielleicht finden wir doch noch einen Krebs?“ Tja ja, Tumor ist, wenn man trotzdem lacht, schon klar…

Ich werde nun eine Schwester suchen, nach einem neuen ZVK-Pflaster fragen, mir dann mein Geld schnappen und ein wenig den Kiosk analysieren, oder ein Stück Kuchen essen oder so. Aber aktuell ist der Aufenthaltsraum komplett belegt, vielleicht sollte ich mir eine andere Aufgabe suchen und meinen Platz nicht verlassen. Mal sehen.

Bis bald, liebe Leute!

P.S.: Ich wurde nun schriftlich gebeten, diverse Erwähnungen über eine einzelne Person zu unterlassen. Also habe ich den Beitrag überarbeitet.

Keine Ahnung, ob sich dann das Blogschreiben noch lohnt, wenn ich hier gewisse Leute, nein, DIE wichtigste Person in meinem Leben, nicht einmal mehr erwähnen darf. Ich weiß es nicht, ich weiß gar nichts mehr. Aber schön, wenn man DAS auch noch vorgeschrieben bekommt.

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

Ein Kommentar zu „Freitag, 02.08.2019: Blutabnahme und ein halbtoter Laptop

  1. Liebe Monica , wir kennen uns nicht persönlich, nur aus der FB Strickgruppe. Ich war schon bei Deinem Brustkrebs fassungslos und jetzt umso mehr. Ich lese hier mit und drücke Dir so sehr die Daumen, dass der Ursprungstumor doch noch gefunden wird! Bitte lass nichts unversucht und Google nicht nach Überlebenschancen, sondern nach Koryphäen auf diesem Gebiet, die Dir bei Deinem Kampf helfen können. Ganz zwingend brauchst Du eine Zweitmeinung. Und zu Deinem heutigen Post. Ich hatte im letzten Sommer große Angst, dass mein Mann stirbt und auch meine Welt brach zusammen . Ich konnte gerade so das normale Leben für meinen Sohn aufrecht erhalten und habe meinem Mann auch etwas vorgemacht , damit er sich nicht noch um uns Sorgen macht. Und so bescheuert es klingt, Angehörige sind auch mit krank ( Hott, war mir schlecht vor Panik), mit verzweifelt und wissen auch nicht weiter und wie man dem anderen am besten hilft, was man ja mehr als alles andere will…. Ich kenne Euch nicht, vielleicht ist auch alles anders…… aber bitte verzeiht Euch jetzt Dinge anders….. Ich hoffe so sehr, dass Du diese schlimme Zeit und diesen traumatischen Krankenhausaufenthalt ( der ganz entscheidend dazu beitrug, was heute passiert ist) überstehst und gesund wirst!

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