Freitag, 16.08.2019: Port-Anlage

Hallo ihr Süßen!

Mensch, da hätte ich schwören können, dass ich gestern was geschrieben habe – aber ich finde nix *such*

Wie dem auch sei. Ich melde mich aus der Allgemeinchirurgie 4 aus der Salzdahlumer Straße. Wieso das?
Gestern Vormittag sprach Herr Dr. D. von der Lungenstation (bzw. korrekterweise Medizinische Klinik 2.6) mit Jörn und mir, dass die chirurgische Station mich schon erwarte und ich Freitag meine Portanlage bekommen würde. Es solle ja noch ein HNO-Konsil laufen, jedoch stimmte er mir zu, dass da ja was beim PET-CT schon hätte „leuchten“ müssen. Ich nehme also mal an, dieses Konsil ist abgehakt oder ich muss das eben noch nachholen. Aber er sicherte mir zu, schon meinen Entlassungsbrief fertig zu machen für Samstag, mein Bett auf der Station werde gesperrt, ich gab meinen Schrankschlüssel den Schwestern und nahm meine kleine Reisetasche, stopfte das Notwendigste rein, klemmte mir das Kissen und meinen Bärchi unter den Arm und dann zog ich auf die Allgemeinchirurgie 4, wo man mich schon erwartete. Nun habe ich sogar schon zwei Betten und zwei Schränke auf verschiedenen Stationen, welch Luxus nach sechs Wochen, was? ^^

Ich erhielt das letzte Zimmer auf Station und das zweite Bett im Raum war leer – und es blieb auch bis heute Morgen leer. Das war SO unglaublich schön. Ich habe ganz stupide Big Brother um 22:15 Uhr geguckt, die Nacht war leider schon um 5:45 Uhr vorbei, 08:15 Uhr sollte die OP starten.

Die Schwester checkte meinen Blutdruck, Körpertemperatur und gab mir meine diversen Pillchen (Unacid, Euthyrox 75 µg (wurde herabgestuft während der Zeit hier, weil zu hoch eingestellt), und ein Beruhigungsmittel, dessen Namen ich mal wieder vergessen habe). Und um kurz nach sieben Uhr holte mich der Transportdienst schon ab. Vorher konnte ich mich aber noch in Ruhe waschen und mich in das übliche Krankenhaushemdchen zum rückwärtigen Zubinden, in den Netzschlüppi sowie unter die grüne Haube werfen.

Der OP-Saal ist auf derselben Etage (zweite Etage) und ich wurde hineingefahren. Anschließend vorbereitet, angestöpselt… und dann ist meine Erinnerung weg. Da war wohl jemand mit einem Narkosemittel an meinem Zugang… 😉

Wach wurde ich gegen kurz vor 10:00 Uhr im Aufwachraum. Ich war eigentlich wieder recht schnell klar und die nette Schwester wollte mich gerade zurückfahren – da wurde ihr ungefragt eine weitere Patientin gebracht, was sie ziemlich aufregte (normalerweise rufen die OP-Kräfte wohl vorher an). Kurze Zeit später kam eine zweite Schwester und so konnte mich die nette „erste“ Schwester doch schnell zurückfahren.

Zwischenzeitlich war mein Nachbarbett gefüllt, eine Frau, ca. Anfang/Mitte 40, sehr nett, und wartete auf ihre Gallenblasen-OP (die ursprünglich als erstes stattfinden sollte, aber letztlich erst nach 14:00 Uhr stattfand).
Wir reden (leider?! Hmm) nicht sonderlich viel, aber das ist in Ordnung. Leider habe ich somit die Briefmarke den Fernseher heute nicht für mich alleine. Aber ich kann ja noch etwas über Laptop gucken, immerhin habe ich ja 14,95 € Internetgebühr für diesen (und letzten auch schon) bezahlt, also kann ich es auch nutzen, was?

Später rief mich Ex-Bettnachbarin Heidi noch an und nachmittags bekam ich noch netten Besuch meiner weiteren Ex-Bettnachbarin Kerstin. Und als ich dachte, ich hätte noch ein wenig Zeit zum dösen, kamen meine drei Lieblingsmenschen herein – Jörn hatte sogar so schöne duftende Blumen mitgebracht! Ob er heimlich darauf spekuliert, dass ich morgen nicht heim darf? 😮 (nein, ich nehme keine Blumen mit aus dem Krankenhaus!)

Nun ist es 19:56 Uhr, mir zwickt und zwackt die linke Seite etwas, da sitzt „Power Port“ (so nennt er sich wirklich, müsst mal googeln), und ich muss mir nun 14 Tage jeden Abend eine Clexane selbst in den Bauch jagen, sonst bekomme ich eine Thrombose am Port. Und DIE kann ich nicht auch noch gebrauchen.

So liebe Leute, bis morgen – ich hoffe dann von zuhause aus 🙂

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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