23.09./24.09.2019: OHMYFU*KINGSHIT!

Hallo und guten Abend ihr Lieben!

Da meine Finger heute wieder ziemlich ohne Gefühl sind und Tippen damit nicht einfach ist, versuche ich mich heute wieder kurz zu fassen.

Gestern hatte ich ja meinen ersten „Knochen-Tropf“, die Bisphosphonat-Therapie zur Knochenstärkung. Am Vorabend hatte ich ja plötzlich große Angst vor der Behandlung. Hatte ich noch über mögliche Nebenwirkungen gelesen, u. a.:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Niedriger Phosphatspiegel im Blut

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Kopfschmerzen und grippeartige Symptome mit Fieber, Übelkeit, Schwäche, Benommenheit, Schüttelfrost, Schmerzen in den Knochen, Gelenken und/oder Muskeln. In den meisten Fällen ist keine spezielle Behandlung erforderlich und die Symptome verschwinden nach kurzer Zeit (einige Stunden oder Tage).
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen sowie Appetitverlust
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Niedrige Werte an roten Blutkörperchen (Anämie)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Niedriger Blutdruck
  • Schmerzen im Brustbereich
  • Hautreaktionen (Rötung und Schwellung) an der Infusionsstelle, Hautausschlag, Juckreiz
  • Bluthochdruck, Kurzatmigkeit, Schwindel, Angst, Schlafstörungen, Geschmacksstörungen, Zittern, Kribbeln oder Taubheitsgefühl der Hände oder Füße, Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, trockener Mund
  • Niedrige Werte von weißen Blutkörperchen und Blutplättchen
  • Niedrige Werte von Magnesium oder Kalium im Blut. Ihr Arzt wird dies überwachen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
  • Gewichtszunahme
  • Verstärktes Schwitzen
  • Schläfrigkeit
  • Verschwommenes Sehen, Tränen der Augen, Lichtempfindlichkeit der Augen
  • Plötzliches Kältegefühl mit Ohnmacht, Kraftlosigkeit oder Kollaps
  • Schwierigkeiten beim Atmen mit Keuchen oder Husten
  • Nesselsucht (Urtikaria).

Und seit letzter Nacht kann ich sagen: absolut begründet!

Es fing gegen 20:00 Uhr an und ich merkte den aufkommenden Schüttelfrost. Und wenn ICH Schüttelfrost bekomme, dann heißt das: Fieber. Und so war es. Bis 39,2° C kletterte die Temperatur hoch. Zudem fingen Schmerzen im Brustbereich an, die aber glücklicherweise nicht lange anhielten.
Aber das war nicht das Hauptproblem. Denn dann überkam mich ein Schmerz in meinen Beinen bzw. Knien, den ich so noch nie erlebt habe und mir sehnlichst wünsche, diese Schmerzen nie wieder ertragen zu müssen. Ich habe letzte Nacht kaum geschlafen, dieses unerträgliche Knochenziehen, als würde mir jemand die Beine zerreißen, wollte überhaupt nicht aufhören oder besser werden, trotz 400er Ibu. Irgendwann lag ich nachts hier und stöhnte laut vor Schmerz, ohne Witz. Und ich muss so laut gewesen sein, dass Jörn um 04:00 Uhr morgens den Kopf ins Wohnzimmer steckte und mich fragte, ob alles in Ordnung sei – ich fing an zu heulen und wimmern, dass überhaupt nichts in Ordnung sei, aber er mir nicht helfen könne.

Jörn legte sich nochmals hin, stand dann aber auch um halb sechs auf, auch weil ich ihn bat, im MVZ anzurufen, ob ich noch eine 400er Ibu, also insgesamt 800er Ibu nehmen dürfe, da die Schmerzen nicht besser wurden. Die diensthabende Ärztin erlaubte dies, aber wegen meinem (zu dem Zeitpunkt schon fast verschwundenen) Fiebers sollte ich vormittags nochmals direkt meine behandelnde Ärztin kontaktieren, da wollte sie keinen ärztlichen Rat äußern.
Jörn musste morgens die Kinder alleine wecken, anziehen, fertig machen. Es war mir ohne seine Hilfe nicht einmal möglich aufs Klo zu gehen, meine Beine trugen mich überhaupt nicht. Es war so ein widerlicher, fast unerträglicher Schmerz. Ich weiß nicht, was ich tun soll, falls diese Situation im Oktober beim nächsten Knochen-Tropf wieder auftritt. Dann brauche ich wirklich mehr Schmerzmittel (Tramadol laut einer netten Freundin?) oder so, nochmal halte ich das auf Dauer nicht aus.

Ich saß hier heute Früh, immer noch stöhnend vor Schmerz, ich konnte wirklich nicht anders, und Romy und Mick wirkten verunsichert. Klar, wer will seine Mami schon vor Schmerzen stöhnen hören/sehen? Ich ja selbst nicht mal. Aber irgendwann war es so, als hätte jemand einen Schalter umgelegt und meine Schmerzen waren so gut wie weg. Ich war durchgeschwitzt ohne Ende, musste erst einmal wieder richtig atmen und war dann richtig platt.
Da ich die Nacht kaum geschlafen hatte, schlief ich vormittags dann nochmals auf der Couch ein. Anschließend versuchte ich jemanden im MVZ zu erreichen – vergeblich. Erst über eine Stunde später gelang es Jörn dann, jemanden ans Telefon zu kriegen. Er erklärte die Situation, nämlich dass er morgens mit der diensthabenden Ärztin telefoniert zu haben, da ich am Vorabend Fieber hatte und so starke Knochenschmerzen, und dass diese Ärztin Ibu 800 erlaubt habe, ich mich aber mit meiner behandelnden Ärztin wegen dem Fieber nochmals unterhalten sollte.

Die Schwester ließ Jörn am Telefon kaum ausreden, stellte ihn in die Warteschleife. Jörn gab mir den Hörer, was ich doof fand, aber nun gut. Schließlich kam sie wieder ans Telefon und erklärte, sie hätte meine Frau Dr. A. nun in einer Besprechung gestört, da ich ja Fieber habe, und ich solle nun zum Notfall-Labor vorbeikommen und ggf. werde ich stationär aufgenommen. Ich meldete mich, dass ich nun direkt am Telefon sei und sie da etwas missverstanden haben muss, da ich kein Fieber mehr hätte. „Frau Lauenstein, Ihr Mann hat das eben gesagt, da GIBT es kein Missverständnis.“ – „Doch“, beharrte ich weiter darauf, „ich habe kein Fieber mehr. Ich sollte mich aber bei Frau Dr. A. nochmals telefonisch in Verbindung setzen.“ Daraufhin kassierte ich einen Anschiss, dass man die Ärztin nun in einer Besprechung gestört habe und dass sie hoffe, dass Frau Dr. A. nun nich schon ein Bett organisiert habe – und stellte mich wieder in die Warteschleife. Ich deutete Jörn nur an, dass ich nun einen Anschiss kassiert habe, sie das missverstanden habe und ich ins KH solle. Jörn verdrehte die Augen, er verstand das Problem genauso wenig wie ich.
Schließlich kam sie wieder ans Telefon. „Frau Lauenstein, also Sie haben kein Fieber mehr?“ – „Nein, ich sollte Frau Dr. A. mitteilen, dass ich Fieber hatte.“ – „Dann brauchen wir jetzt also nicht tätig werden?“ – „Nein, brauchen wir nicht.“ – „Alles klar, dann sage ich Frau Dr. A. Bescheid und wünsche Ihnen alles Gute. Bis bald, ne?“

Ähm, ja. Danke für gar nix. Gesprochen hatte ich mit Frau Dr. A. nun nicht, aber war mir dann auch egal. Im Übrigen meldete sich Frau Dr. A. etwa eine Stunde später telefonisch bei mir, und sie wirkte wesentlich relaxter als die Schwester am Telefon. Sie fragte, ob ich noch Fieber habe – nein (37.5° C). Okay, aber starke Knochenschmerzen? Ja, die hatte ich letzte Nacht, vom feinsten! Okay, alles klar. Also falls noch mal was sei, solle ich zum Labor kommen, ansonsten schauen wir mal, ob wir die Therapie ändern (Hm? Nee, nix ändern!).

So, ich hoffe nun INSTÄNDIG, dass dieser Schmerz-Alptraum einmalig war. Von einer lieben Freundin, die diesen Knochen-Mist leider auch kriegen muss, erfuhr ich, dass sie sich ihre Kochsalzlösung immer mitnimmt, weil die im Krankenhaus gar nix weiter mit dazugeben. War bei mir ja auch so. Kleine Infusionslösung (100 ml) und dann konnte ich wieder heim. Vielleicht würde mir mehr Kochsalzlösung auch helfen? Sie berichtete mir aber auch, dass sie bei nach ersten Einnahme große Probleme hatte und danach so gut wie keine Nebenwirkungen mehr. Also habe ich die leise Hoffnung, dass das wirklich einmalig war.

So ihr Hasen, nun muss ich noch meine Fußnägel lackieren, ein wenig stricken und dann ordentlich Schlaf von letzter Nacht nachholen.

Einen schönen Abend euch noch und bis bald!
Eure Moni

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Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

Ein Kommentar zu „23.09./24.09.2019: OHMYFU*KINGSHIT!

  1. Mensch, Moni, das klingt ja ganz fürchterlich. Dagegen scheinen Geburten ja Spaziergänge zu sein. Du Arme. Das Theater mit der zickigen Schwester traubt ja zudem noch Energie, die man eh nicht hast. Aber sie war vermutlich auch gestresst. Hoffentlich war die Tourtour einmalig. Ich drücke die Daumen, dass die folgenden Behandlungen glimpflcher ablaufen und du alles gut verträgst. Und eine Extraportion Schlaf schicke ich zu dir auf die Reise:)

    Alles Liebe

    Katja

    Gefällt 1 Person

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