04.10.2019: „KEINE CHEMO FÜR DICH!“

Hallo ihr Lieben!

Hm, die Überschrift verstehen wohl nur Seinfeld-Suppennazi-Fans ^^ Egal.

Auf jeden Fall habe ich heute, wie zu vermuten, keine Chemo erhalten. Ich fuhr zu 8:00 Uhr mit dem Taxi ins MVZ und meldete mich an, zudem erklärte ich, dass ich gestern in der MHO1 gewesen sei. Ein Blick in den Computer zeigte ihnen dann auch schon das „Problem“. Ich wurde als Notfall vermerkt und wenige Minuten später stand auch schon der Arzt vor mir, der heute als Vertretung meiner Ärztin da war.

Er nahm mich gleich mit in sein Sprechzimmer und wir besprachen die Lage. Ihm war es auch lieber, wenn wir die Chemo verschieben und ich stimmte dem zu. Also eigentlich hätte ich schon „gerne“ (bescheuert, ich weiß) die nächste Chemo erhalten, weil es allein meinen Terminplan nicht so durcheinander gebracht hätte. Aber es hilft ja alles nix. Laut dem Arzt ist mein CRP, also Entzündungswert im Blut, leicht erhöht (28 statt 5). Ich soll mich nun auskurieren (ich bin ja „nur“ müde und habe seit zwei Tagen ab und zu etwas Kopfschmerzen), aber pünktlich dazu hustet und schnieft Mick seit heute. Tja ja, der Zauber von Kindergartenkindern, fieeeep. Na ja, durchs Jammern wird es auch nicht besser. Ich versuche das WE nun so gut wie möglich zu „genießen“.
Am Dienstag, 08.10.2019, muss ich dann erneut zur Laborkontrolle, und sollte da alles in Ordnung sein, geht es am 09.10.2019 mit Chemo Nummer 2 weiter.

Gestern Abend entdeckte ich zu all meiner Panik noch eine Blutblase im Mund. Mein Krebs-Hirn denkt ja inzwischen bei jedem Pups „oh Gott, der nächste Krebs?!!?!“, aber Entwarnung: Laut Arzt sei es tatsächlich eine Blutblase, ich habe mich womöglich im Schlaf selbst ins Wangeninnere gebissen. Hm, ich glaube ihm das einfach mal so. Dann zeigte ich ihm noch meinen wieder mal akut verpickelten Hinterkopf. Das Problem, das ich schon zu Brustkrebs-Zeiten und danach einmal hatte. Mit Beginn des Haarausfalls habe ich auf beiden Seiten des Hinterkopfes viele, viele Pickel, hinlegen ist sehr schmerzhaft. Er verschrieb mir ein Antibiotikum, das ich nun fast einen Monat(!) lang einnehmen darf. Börghs! Anschließend wurde ich noch weitere Rezept-Wünsche los und dann konnte ich mir auch schon wieder das Taxi zur Heimfahrt ordern.

Zuhause angekommen musste ich erst einmal meine kommenden Arzttermine verschieben (MRT-Kopf, Besprechung MRT, Kieferorthopäde Romy…), und nun sitz-liege ich gemütlich in meinem Sessel und kämpfe gegen das Einschlafen. Außerdem ist mir leicht gurkig, Kalinor (Kalium) Brausetabletten sind echt nix für mich auf Dauer, bäh.

So, ich wünsche euch ein schönes Wochenende! Drückt mir die Daumen, dass das Fieber wegbleibt und nix weiter an Erkrankung durchkommt.

Bis bald, ihr Lieben!

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

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