16.12.2019: Es kehrt doch nie Ruhe ein…

Hallo ihr Lieben!

Ich versuche mich mal kurz zu fassen:
Heute Vormittag hatte ich meinen „Knochentropf“, also meine Bisphosphonat-Therapie. Im Anschluss daran dann das Gespräch mit meiner Ärztin, wir besprachen meinen MRT- und CT-Befund.

MRT: Nicht weiter erwähnenswert, alles soweit in Ordnung, kein Nachweis neuer Herde.

CT: Sieht weniger gut aus:

davdav

Für alle Interessenten empfehle ich Google zur genauen Übersetzung.

Ansonsten könnte man zusammenfassen: Ich habe im Brustkorb-Bereich wieder vergrößerte Lymphknoten, die vor der Chemo da waren und nach dem zweiten Chemo-Zyklus nicht mehr. Zudem eine Belüftungsstörung, einen konstanten Perikarderguss (ich muss noch mal suchen, hatte ich in meinem Beitrag kürzlich Perikard- oder Pleuraerguss geschrieben? Langsam werde ich echt irre…). Splenomegalie = vergrößerte Milz (wieso denn DAS nun auch noch?). Nur Punkt 5 ist für die Ärztin harmlos: Sie meinte, dass alle Patienten unter dem Knochentropf deutlich sichtbare Knochenmetastasen haben, da… hach ja, sie hat es gut erklärt… Der Tropf sorgt ja für stärkere Muskeln, dadurch sind die Metas stärker sichtbar. Wie gesagt, wohl „normal“.
So. Fakten: Meine Ärztin nimmt nun zeitnah Kontakt zur Uniklinik Heidelberg auf, diese ist gerade auf „junge“ Patienten spezialisiert. Wir warten nun drei Erhaltungstherapien (=Immuntherapie mit Pembrolizumab) ab. Übermorgen habe ich die erste, (ca.) am 08.01. die zweite, (ca.) am 29.01. die dritte. Dann erfolgt ein Kontroll-CT. Sollten die Lymphknoten weiterhin vergrößert oder noch größer sein, müssen wir von einer Progression, also Fortschreiten, ausgehen. Es KANN auch sein, dass diese aufgrund eines Infektes vergrößert sind (Romy und Mick waren ja vor gut zwei Wochen sehr erkältet und hatten starken Husten, Mick ist ja seit Samstag bzw. Sonntag wieder krank, hat starken Husten und eine Bindehautentzündung, Jörn spielt seine Erkrankung inzwischen ja runter, es „sei ja nicht so schlimm“ gewesen…). Jedenfalls merke ich seit einigen Tagen einen Hustenreiz, den ich vorher nicht hatte, zudem gerade morgens Schleim im Rachen und fühle mich etwas angeschlagen. Aber mehr eben auch nicht. Der naive Teil in mir möchte so gerne an einen Infekt glauben (wo das leichte Fieber am 11.12. auch passen würde), aber ganz ehrlich: Was ist seit meiner Neuerkrankung schon gut gegangen? Richtig. Gar nix.
Sollten die LKs noch genauso groß oder größer sein, werden wir schauen, ob ich in die Uniklinik Heidelberg fahren muss oder ob hier in Braunschweig eine erneute Bronchoskopie durchgeführt werden kann (das wäre wohl relativ kompliziert, weil die Gewebeentnahme sofort eingefroren werden müsste usw.). Theoretisch ginge das wohl auch in der Charité in Berlin oder in der Klinik in Dresden. Das ist Plan B, an den wir eben denken müssen, wenn es so kommen sollte…

Ich werde jetzt noch ein wenig stricken und dann bald schlafen. Ich muss den heutigen Tag erst einmal verdauen. Ich bin so bescheuert, ich hatte mir tatsächlich ein wenig „Ruhe“ nach den Chemos erhofft, eben nur Knochentropf und Immuntherapie, dazu die regelmäßigen CT- und MRT-Kontrollen. Aber dass es SO schnell wieder so mies aussehen kann? Nein, damit habe ich nicht gerechnet.
Ach so: Den von mir gewünschten Reha-Antrag haben wir auch nicht ausgefüllt. Laut meiner Ärztin würde die Krankenkasse ablehnen, weil nun wieder „was dazwischen kommt“. Zudem hätte ich ja auch keine Ruhe, bis wir keine Gewissheit haben, was genau nun ist. Tolle Aussichten, was? Also auch keine Chance auf Erholung, Regeneration, was auch immer.
Und immer wieder kriege ich NOCH eine rein.

Bis bald!

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

2 Kommentare zu „16.12.2019: Es kehrt doch nie Ruhe ein…

  1. Ach Mensch, liebe Moni, ich bin sprachlos:( Es tut mir so unendlich Leid, was dir abverlangt wird und es ist wirklich schlimm, was du alles durchmachen musst.

    Ich wünsche dir sehr, dass der Infekt hier mit hineinspielt und wünsche dir von ganzem Herzen auch mal positive Nachrichten. Du bist so tapfer und gibst alles.

    Ich wünsche dir ganz viel Energie und denke an dich.

    Alles Liebe

    Katja

    Liken

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