30.12.2019: Wann ist 2019 endlich vorbei?

Hallo meine Lieben!

Also langsam habe ich die Schnauze GEWALTIG voll von diesem Jahr!

Diesmal bin nicht ich das Sorgenkind, sondern mein geliebter Ehemann. Der, wenn er krank ist, sich für ein, zwei Tage ins Bett legt und alles „ausschläft“. Das mag für Infekte auch sinnvoll sein. Aber diesmal war es anders…

Es begann, soweit ICH weiß, Donnerstag am Abend. Da merkte Jörn, dass er leichte Sehstörungen hat. Also legte er sich früh schlafen. Freitag nach dem Aufwachen bzw. Augenöffnen merkte er dann, dass er Doppelbilder sieht. Als würde er dauerhaft schielen – was er aber nicht tut. Aber er erklärte uns, er habe etwas Schwindel, Kreislauf, und schlief, schlief, schlief… Wir dachten uns natürlich nichts dabei und ich hatte so plötzlich allerhand zu tun mit beiden Kindern, Haushalt, Wäsche usw. Nein, das soll keine Beschwerde sein, das war ja früher Normalität. Aber meine Kraft ist nicht annähernd wieder wie früher und ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, ob die wieder wie früher wird. Ich bin jedenfalls immer sehr schnell an meiner Belastungsgrenze, muss mich zwischendurch mal setzen, bin schnell außer Atem, langes Laufen fällt mir schwer…

Wie dem auch sei, er schlief, schlief, schlief, wollte nichts essen, nur liegen. Nur langsam ließ er sich die Symptome „aus der Nase ziehen“. Als er nach langem Hin und Her das Wort „Doppelbilder“ aussprach, blieb mir fast das Herz stehen – und ich wurde auch etwas sauer. Wie kann er davon ausgehen, dass doppelt sehen etwas ist, das man im Schlaf ausheilen kann? Ich nervte ihn schließlich öfter, fragte ihn, wie lange er noch warten will… Ich wollte den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen, also die 116117. Aber er wollte das alles nicht. Eigentlich wollte er sogar bis ins neue Jahr warten, weil das aktuelle Jahr schon schlimm genug war. Und er hatte auch große Angst. Er müsse doch funktionieren, arbeiten, für uns Drei da sein usw. Ich kann ihn sehr gut verstehen, aber im Bett liegen und auf ein Wunder hoffen – nein, nicht in diesem Fall!

Jedenfalls zeigten meine Worte wohl Wirkung, denn letztlich ließ er sich Samstag Abend überreden, dass wir Kim fragen, ob sie ihn Sonntag Vormittag in die Notaufnahme der Salzdahlumer Straße fahren kann. Kim stimmte glücklicherweise sofort zu und so fuhren sie am kommenden Vormittag hin. Ich hatte eine Horror-Nacht, habe mir große Sorgen um Jörn gemacht.

Stand der Dinge: Jörn ist seit gestern ca. 10:30 Uhr im Klinikum Salzdahlumer Straße. Viel schreibt er leider nicht, aber das Notwendigste. Es reichte in der Notaufnahme wohl ein Fingerzeig und er wurde direkt in die Neurologie zitiert und auch zeitnah untersucht. Einige Stunden später erhielt er noch eine Lumbalpunktion, das heißt es wird Nervenwasser aus dem unteren Lendenwirbelbereich mit einer Kanüle gezogen. Klingt wohl wesentlich schlimmer, als es letztendlich dann wohl war. Zudem wurde ein CT durchgeführt, beide Befunde sind aber unauffällig. Dass das „Nervenwasser-Ergebnis“ keinen Befund zeigt, sei wohl nicht unüblich. Die Verdachtsdiagnose „Nervenwasser-Entzündung“ steht jedenfalls weiterhin im Raum. Ursache kann sein Infekt bzw. seine Infekte sein, er kämpft ja seit Anfang Dezember damit. Oder war es noch etwas früher? Ich und mein Gedächtnis, seufz. Auf jeden Fall lange. Mick schnieft heute ja auch wieder vermehrt herum, sein Auge ist morgens verklebt und ich muss ihm wieder die von ihm so verhassten Augentropfen geben. Mein Husten quält mich auch weiterhin, sehr fest, trocken, meist Reizhusten.

Heute Morgen wurden Jörn wohl sechs Kanülen Blut abgenommen, zudem erhielt er ein MRT und ein Röntgen der Lunge. Bisher hat er noch nichts geschrieben, aber er fragt auch leider Ü-BER-HAUPT nix. Ich denke also, er erfährt zur Visite morgen mehr. Na ja, es ist Silvester, dann Neujahr… Also muss er dort die Zeit absitzen.

Vorhin schrieb er plötzlich: „Mir ist so schlecht…“
Ich: „Wieso, was ist los? Mach mir keine Angst!“
Er: „Weiß nicht. Den ganzen Tag schon leicht.“

Na was denn nun? Entweder ist mir „so schlecht“, oder „den ganzen Tag schon leicht“? Na ja, whatever. Wir sehen uns in diesem Jahr nicht mehr, Jörn muss mindestens fünf Tage dort bleiben, er erhält nämlich täglich mehrere Infusionen mit Antibiose, also intravenös. Welche Medikamente genau? Keine Ahnung. Wie gesagt, erfragt wird ja nix. Aber er ist ja alt genug, nech?

Wie dem auch sei: Ich war heute Vormittag mit Kim zusammen im Real,- und Aldi einkaufen (nochmals tausend Dank! Und: Jesses war das voll!), Romy schläft heute bei ihr und ich und Mick haben es uns im Wohnzimmer gemütlich gemacht. Mein Babybär schläft nun und das werde ich nun auch tun. Die Tage sind so extrem anstrengend und ich merke wirklich, wie wenig Ausdauer ich noch habe. Es geht, aber es ist sehr, sehr hart. Aber nun ist es auch schon 20:53 Uhr, da darf ich dann auch mal pennen ^^ Gestern Abend konnte Romy – wie sooo oft… – nicht einschlafen und kam gegen 21:30 Uhr zu mir ins Wohnzimmer geflitzt, Mick würde wimmern. Ich flitzte zu ihm, aber er schien eine Art Nachtschreck zu haben. Er sah mich nicht wirklich an, sondern hatte einen Blick, als wäre ich durchsichtig. Er wimmerte, schluchzte, ich fragte ihn nach Schmerzen, ob „irgendwo Aua“ sei, ob er im Wohnzimmer schlafen mag – ich erhielt keine Antwort. Plötzlich legte er sich wieder hin, schloss die Augen, stopfte sein geliebtes Däumchen in den Mund, natürlich immer mit „Schnuffeltuch-Zipfel“ in der Hand und schlief sofort wieder ein. Ich beruhigte Romy, ermahnte sie, nun bitte endlich zu schlafen, ließ aber ihre und die Wohnzimmer-Tür auf und hörte somit JE-DES Geräusch. Ich habe ja ohnehin diesen typischen „Mami-Schlaf“, schrecke bei jedem Pieps hoch, es könnte ja was sein. Na ja, und da Jörn nicht da ist und ich meine idiotische Magen-Darm-Emetophobie habe, schlief ich extrem schlecht: Sorge um die Kinder UND um Jörn. Langam bin ich reif für die Geschlossene, muuuh, glbb glbb…

Meine lieben Leser – ich wünsche euch morgen einen guten Rutsch, kommt bitte gesund und munter ins neue Jahrzehnt! Und egal, wie ihr feiert: Macht DAS, wozu ihr Lust habt. Romy, Mick und ich werden es hier morgen sehr ruhig angehen, ein paar Luftschlangen, etwas Tischfeuerwerk, vielleicht schaffe ich auch ein paar Spiele und ansonsten ist hier spätestens gegen 21:00 Uhr Feierabend für alle. Etwas Besonderes zu essen gibt es auch nicht, morgen gibt es nochmals Nudeln mit Fleischwurstsoße, Mittwoch und Donnerstag dann Hähnchengulasch mit Spätzle und Möhrchen. Jörn, deinen geliebten Räucherlachs habe ich Kim vermacht, denn der läuft am 03.01.2020 ab.

Wir lesen uns im kommenden Jahr! Möge das kommende Jahr bitte, bitte ein wenig besser werden als das jetzige. Es reicht wirklich langsam! Und ich hoffe wirklich, dass die Antibiose bald Wirkung zeigt, es Jörn besser geht, er wieder normal sehen kann und dass ihm nicht mehr schlecht ist.

Bis bald – eure Moni

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

3 Kommentare zu „30.12.2019: Wann ist 2019 endlich vorbei?

  1. Liebe Monica,
    Ich drücke fest die Daumen, das es Jörn bald besser geht, es nix dramatisches ist und auch du wieder etwas zu Kräften kommst. Für 2020 wünsche ich euch vor allem Gesundheit, viel positive Energie und ganz viel Glück, das alles gut wird.
    Liebe Grüße
    Carla

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  2. Liebe Moni, Mensch, irgendwie denkt man ja, es kann nicht noch schlechter werden. Und dann noch einen drauf…

    Hoffentlich geht es deinem Mann ganz ganz schnell besser und auch dir, sodass für euch 2020 ein gutes Jahr werden möge.

    Lass dich nicht unterkriegen. Du wuppst alles so toll.

    Alles Liebe

    Katja

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