18.02.2020: Zu früh gefreut?!

Hallo ihr Lieben!

Also IRGENDWAS ist ja immer, und wenn ich brav und folgsam bin und meine Gesundheit besser zu werden scheint, legt Jörn wieder los…

Gestern noch war Jörn bei seiner/unserer Neurologin. Aber heute merkt er eine weitere Verschlechterung seines Sehvermögens. Je nach Blickwinkel sieht er manche Dinge doppelt. Also telefonierte ich heute Morgen ein wenig herum, die Neurologie der Salzdahlumer Straße hat aktuell nur zwei Flurbetten, aber dennoch sitze ich nun in der Notaufnahme und warte, bis Jörn von der Anmeldung zurück kommt. Und dann warten wir. Worauf? Dass Jörn ein Zimmer bekommt und dort zeitnah seine Immunglobulin-Therapie (Privigen) erhält. Und diese dann wieder für mindestens fünf Tage. Dass uns das beide sehr runterzieht, brauche ich vermutlich nicht erwähnen. Laut neurologischer Ambulanz ist es nämlich nicht möglich, diese Infusionen ambulant zu verabreichen, die Auskunft unserer Neurologin gestern war also leider falsch.

So, ich warte mal weiter auf Jörn, mal sehen, was er zu berichten hat. Derweil sitze ich hier in meiner meist gefürchtesten Abteilung – der Notaufnahme…

Nachtrag um 22:30 Uhr: 
Jörn hat nach 10,5(!!!) Stunden Wartezeit in der Notaufnahme (und damit meine ich den Wartebereich, nicht ein Zimmer, wo man bereits in einem Bett liegen kann) gewartet und hat um 20:45 Uhr nun endlich sein Zimmer auf Station bekommen. Seine Privigen-Infusion (das Medikament, Antikörper, die er bereits um Silvester herum in der Klinik erhielt) bekommt er aber heute noch nicht, die Oberärztin will „den Verlauf erst noch abwarten“, ggf. bekommt er die Infusionen ab morgen. Dabei sieht er den Rauchmelder an der Zimmerdecke inzwischen auch schon wieder doppelt. Ich sag euch – es muss dringend mal wieder Langeweile in unsere Familie kommen, seufz. 

Romy weinte vorhin, sie vermisst Papi sehr. Und als ich sie um 21 Uhr wieder in ihr Bett schickte, kam sie wenige Minuten später wieder zu mir ins Wohnzimmer gelaufen, da Mick wieder mal laut wimmerte. Er war ganz verschwitzt und warm, ich befürchtete erst Fieber. Aber glücklicherweise schien er nur sehr geschwitzt zu haben. Also räumte ich schnell den Couchtisch im Wohnzimmer zur Seite, schleppte Romys Matratze dorthin und legte Babybär drauf, Romy kuschelte sich neben ihn und nun liegen hier beide und schlafen friedlich. Dafür kann ich zwar nicht mehr stricken, möchte die beiden ja nicht mit meinem Licht wecken, aber was solls. 

Apropos Licht: Ich weiß, ich kann mich über Kleinigkeiten aufregen. Luxussorgen. Aber ich hatte mir um Weihnachten herum diverse Lego-Licht-Sets im Internet (bei Etsy) bestellt. U. a. ein Set für mein Central Perk Lego-Set von der Serie „Friends“. Dieses Lego-Set hatte ich im Januar endlich mal aufgebaut und das Licht-Set zeitgleich mit installiert (was eine Frickelei!). Einige Tage später mistete ich mein Wohnzimmer mal wieder aus und wollte noch diversen Platz schaffen, denn meinem schönen Lego-Set habe ich extra eine Plexiglas-Vitrine im Internet bestellt und wollte diese auf meinem kleinen Schrank schön drapieren. 

Die Tage zogen ins Land und so stand die kleine Vitrine nun, hm, vielleicht drei Wochen auf meinem anderen Schrank. Das Licht-Set war bereits mit neuen Batterien bestückt, aber noch nie in Betrieb genommen. 

Vorhin nun fand ich die nötige Zeit, um meinen kleinen Schrank abzuräumen, stellte die Vitrine drauf und schaltete das Set per mitgelieferter Fernbedienung an – nix. Ich testete erneut – kein Licht. Ich wechselte spaßhalber die Batterien und siehe da: Es leuchtet. Heißt aber im Umkehrschluss, dass der Kram Batterie zieht, obwohl es noch keine ganze Minute geleuchtet hat. Also werde ich den Verkäufer morgen anschreiben und fragen, ob DAS normal sein soll. Ich meine, das Set hat Jörn mir geschenkt, aber die Vitrine und das Licht-Set haben mich über 100,- gekostet. Dafür, dass ich nun alle paar Tage die Batterien tauschen soll? Neee, sowas ärgert mich. Vor allem habe ich hier noch die weihnachtliche Feuerwache und das Lebkuchenhaus stehen – und die dazugehörigen Lichter-Sets. Wenn die genauso viel Batterie ziehen, auch wenn sie nie oder selten angeschaltet werden, habe ich echt viel Geld verschenkt. Grr!

So, genug gemeckert für heute. Morgen früh bin ich bei der Immuntherapie und anschließend vermutlich kurz bei Jörn, mal sehen.

Ach ja, vorhin habe ich noch eine Mail von Micks künftiger (und ehemals Romys) Logopädin erhalten: Aufgrund einer Terminabsage eines anderen Kindes kann Mick ab nächsten Mittwoch immer um 13 Uhr zu ihr kommen. Freude! 

Sooo, bis bald und gute Nacht!

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

Ein Kommentar zu „18.02.2020: Zu früh gefreut?!

  1. Oh nein. So ein Mist. Recht gute Besserung für deinen Mann. Hoffentlich schlägt die Behandlung schnell und gut an.

    Und dir schicke ich ein Extrapaket Kraft und Energie.

    Alles Liebe

    Katja

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