20.05.2020: Warten, was da kommt…

Hallo ihr Lieben!

Mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Also diese Chemo kriegt mich diesmal eher psychisch klein… Nicht nur, dass man aussieht wie eine Mülltonne (TONNE im wahrsten Sinne, denn die böse Waage im MVZ zeigte vorhin seit 2012, als ich nach der Fehlgeburt bzw. Romys Schwangerschaft und damit verbundenem Wasser in den Beinen so zulegte, dreistellig an, schluchz!), nein, ich habe gefühlt überall Wassereinlagerungen. Plus die echt hartnäckige, schmerzhafte Akne… Also wenn man sich eh schon mies fühlt, und dann auch noch in den Spiegel guckt – danke für gar nix.

Am Montag war ich bei der Hautärztin, die einen Abstrich meiner Akne nahm (fiiieeepp!), ob der Eiter keimfrei ist, und verschrieb mir eine Salbe und eine Lösung, mit der ich 2x täglich Umschläge machen soll. In zwei Wochen soll ich zur Kontrolle und vorab erfragen, welches Antibiotikum nicht nicht dürfte, sollte es dazu kommen müssen.

Bereits Samstag hatte ich keine Fußknöchel mehr. Nun gut, kenne ich ja schon aus den Schwangerschaften und auch tageweise von der einen oder anderen Chemo. Am Sonntag dann dachte ich morgens, dass mir meine Akne irgendwie immer mehr Sicht nimmt. Bis mir beim Duschen auffiel, dass gar nicht mein oberes, sondern mein unteres Blickfeld eingeschränkt war – nämlich unter den Augen, wo man ab und an mal Augenringe hat, war es auf der linken Seite dick. Im Laufe des Tages gesellte sich die rechte Seite dazu. Und blieb. Am Montag dann bemerkte ich eine Beule auf der linken Seite über dem Schlüsselbein, die auch blieb.

Dazu habe ich noch diverse andere Nebenwirkungen, deren Aufzählung ich euch mal erspare. Ach so, halt, eine Harnentleerungsstörung sollte ich auch erwähnen, die vielleicht die Ursache meiner „Beulenpest“ sein kann? Jedenfalls muss ich mich ewig konzentrieren, bis „es läuft“, dabei trinke ich brav mindestens meine zwei Kannen Tee täglich.

Heute um 08:20 Uhr hatte ich dann Termin zur Blutabnahme im MVZ. Die olle Lauenstein hatte, penibel wie sie ist, schon ihre Nebenwirkungen plus Wassereinlagerungen schriftlich festgehalten, diesen Zettel gab ich an der Anmeldung ab. Man bat mich heute Zeit zu schinden, denn meine Onkologin sei erst ab halb Zehn im Haus, sie wolle sich das sicher ansehen. Man eröffnete mir auch, dass ich ja wieder zum EKG muss (also nun doch jedes Mal, alles klar) und ich nahm gleich mein frisch abgenommenes Blut rüber mit ins Labor, auf dem Röhrchen stand auch ein N für Notfall, sodass meine Onkologin meine Blutwerte schon auf dem Tisch liegen haben dürfte.

Und nun sitze ich seit kurz nach neun Uhr im Wartezimmer vom MVZ und habe meine Onkologin zumindest eben schon gehört – leider rief sie andere Patienten auf 😉

Ich hoffe nur, dass ich korrekt angemeldet wurde, nicht dass Frau Doktor denkt, dass ich fröhlich daheim sitze.

Jedenfalls warte ich nun, bis ich aufgerufen werde. Oder mich die totale Langeweile überkommt, dann frage ich nochmals nach, ob ich gegessen wurde. Aber immerhin habe ich – vielleicht? – übermorgen die nächste Chemo. Der eine Teil in mir sagt „nee, lass mal verschieben, ich fühle mich echt latschig“, aber der andere Teil in mir denkt „OMG mein Leben hängt davon ab, wir müssen handeln!“. Ganz dumme Zwickmühle 😦

Werde ich mich je wieder normal fühlen? In der aktuellen Zeit irgendwie noch unvorstellbarer als sonst.

So, Update:

Um 11:50 Uhr wurde ich endlich aufgerufen. Meine Onkologin tastete meine Beule über dem Schlüsselbein ab, fasste auch an Waden und Knöchel, Hände, sah meine Beulen unter den Augen…

Fazit: Blutbild ist in Ordnung, Freitag findet die Chemo statt. Allerdings dosisreduziert. Sollten noch weitere Wassereinlagerungen oder Nebenwirkungen dazukommen, brechen wir nach der Chemo am Freitag ab und ich bekomme ein CT. Wenn alles wieder besser wird, dann „sei gut“.

So, die größte Frage, die mich nun beschäftigt: Was dann?

Ich fragte sie, leider zu indirekt, welche Wahl ich sonst hätte, erhielt aber keine Antwort darauf (vielleicht wusste sie es in diesem Moment auch einfach nicht direkt und hätte sich beratschlagen müssen, keine Ahnung). Aber was, wenn Eribulin nicht „mein“ Mittel ist?

😦

Bis bald – eure Che-Moni

Autor:

Monica L., alias Chemonica, geboren und wohnend seit 30.11.1982 in Braunschweig. Glücklich verliebt seit 2001 und verheiratet seit 2010 mit Jörn (lordlaui), zudem fast vor Stolz platzende Mami von Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016).

Ein Kommentar zu „20.05.2020: Warten, was da kommt…

  1. Ach Mensch, allerliebste Moni, Ich möchte dir einfach ein paar Drücker und Däumchen hinterlassen. Hoffentlich kommt alles wieder schnell ins Lot, sodass alles nach Plan laufen kann.

    Tank morgen gut auf, meine Liebe.

    Alles Liebe

    Katja

    Liken

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