07.12.2019: Mögen die Psychospielchen beginnen…

Hallo allerseits!

Es ist Samstag, ich habe blöde Rückenschmerzen und das Wetter ist unterirdisch – genau wie meine Laune. Schon seit Tagen habe ich extrem miese Laune. Ich ertrage das alles langsam nicht mehr. Diese Ungewissheit, wie lange ich noch da sein werde (ja, eine absolut bescheuerte Frage, die mich aber leider immer öfter beschäftigt), die Angst vor den kommenden Untersuchungen (CT, MRT, Kardiologe…), die Frage, wie hier wieder so etwas wie ein Alltag entstehen soll (ich habe keinen Job mehr, keinerlei Einkommen, mein Antrag auf EU-Rente ist immer noch nicht durch – eingereicht 29.09.19!)… Ob ich je wieder Auto fahren darf, weiß ich nicht. Wenn nicht, müssen wir Mick noch zeitnah aus dem Kindergarten nehmen bzw. vorher erst einmal einen neuen Platz in der Nähe finden, denn Jörn kann nur noch das erste Quartal 2020 von zu Hause aus arbeiten. „07.12.2019: Mögen die Psychospielchen beginnen…“ weiterlesen

01.12.2019: Einen schönen 1. Advent euch allen!

Hallo ihr Lieben!

Ich habe es geschafft: Ich habe die 37 erreicht. Mein gestriger Geburtstag war ein Tag wie jeder andere. Wenn ihr mich kennt, dann wisst ihr auch, dass mir dieser Tag noch nie etwas ausgemacht hat. Ja, ich sollte jeden Geburtstag feiern, es könnte mein letzter sein. Aber abgesehen davon, dass ich Feiern jeglicher Art hasse, so war ich auch nicht in Stimmung. Heute ist Chemo-Tag 5 und so fühle ich mich auch langsam. Dazu sind beide Kinder total verhustet und Jörn miserabel erkältet. Also alles eine Frage der Zeit, bis es mich hier umnieten wird – mal sehen, ob ohne oder mit Krankenhausaufenthalt…
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06.11.2019: Chemo 3 von 4

Guten Morgen ihr Lieben!

Hier sitze ich nun, im MVZ der Celler Straße, und Chemo 3 von 4 läuft. Wieder um eine Woche war sie verschoben worden, aber meine weißen Blutkörperchen brauchten erst einmal etwas Erholung von der letzten Runde (und dem Knochentropf, nehme ich mal an).


Das Tavegil, welches ich zu Anfang als Infusion erhalte, macht immer extrem gemein müde, daher kann ich noch nicht versprechen, dass mein Text heute ewig lang wird. Aaaaber eine Sache von gestern muss ich euch unbedingt noch berichten:
Gestern hatte ich ja mein Gespräch, bei dem ich das Ergebnis vom Kontroll-Kopf-MRT mitgeteilt bekam: „Frau Lauenstein, es ist alles tippi-toppi!“ Heißt, mein OP-Gebiet sieht prima aus und die Stelle, die wir „im Auge behalten wollen“, wo der Arzt im September 2019 anmerkte, dass sich hinten links im Hinterkopfbereich noch eine Stelle befindet – ist weg! Es sind also auch hier keinerlei Auffälligkeiten oder suspekte Gebiete zu sehen. Ich bin ja inzwischen SO misstrauisch, dass ich mich gar nicht so richtig ausgiebig und gelasen freuen kann bzw. will, aus Angst, doch wieder irgendeine Nachricht vor den Latz geknallt zu bekommen, aber dennoch habe ich mich tief im Inneren gefreut! Heißt also, ich werde mir Anfang Dezember mal ganz mutig einen Neurologen suchen, der mir im Januar hoffentlich bescheinigen wird, dass ich wieder ein Auto fahren darf. Darauf freue ich mich jetzt schon 🙂

Jedenfalls ging heute Früh der Wecker um 06:15 Uhr und ich stand dann auch zeitig auf. In der Nacht hatte mich um etwa viertel nach Zwei nachts mein Juckreiz halb von der Couch gerissen. Erst mein linker Oberarm, dann über der Kaiserschnitt-Narbe, dann wieder Oberarm, Narbe, Oberarm… Ich bin bald ausgeflippt! Aber irgendwann ging es wieder etwas besser und ich schlief wieder ein.
Ich nahm meine Schilddrüsen- und Magenschutz-Tablette, ging also duschen, zog mich an und packte mein restliches Zeug in meine „Chemo-Tasche“. Meine liebe Mami besorgte mir noch Frühstück, welches sie mir gerade noch so ins Taxi reinreichen konnte – ich danke dir, Hasi! Fast hätte ich ohne Essen das Haus verlassen müssen!
Kurz vor der Abfahrt nahm ich noch meine Akynzeo ein, damit mich auch ja keine Übelkeit überkommt, und der Taxifahrer war viel zu früh da und somit durfte ich noch 14 Minuten vor dem MVZ warten.

Schließlich öffnete sich um Punkt acht Uhr die Tür, ich meldete mich an , fragte nach meinen Rezepten (ich hatte Akynzeo, Pantoprazol und Tavegil „bestellt“, bekam aber nur ein Rezept mit den ersten beiden Medikamenten, also kann Tavegil wohl nicht verschrieben werden? Hatte mir ne 50er Packung aus der Apotheke von Jörn mitbringen lassen, damit ich notfalls was wegen diesem grausamen Juckreiz im Haus habe) und ging letztlich in den mir zugeteilten Therapie-Raum.

So, und nun sitze ich hier. Die kommenden drei Stunden läuft nun Paclitaxel, ich werde gleich mal das stille Örtchen aufsuchen, mir eine Jacke drüberziehen (heute ist Fröstel-Tag bei mir, brr) und dann etwas TV schauen (über Joyn) oder was von Festplatte („Mord mit Aussicht“).

Drückt mir die Daumen, dass mich diese Chemo-Runde mit Nebenwirkungen verschont. Zumal ich aus meinem Zettel lesen konnte, dass meine Dosis herabgesetzt wurde. Seufz. Wollte ich ja eigentlich nicht, aber bevor es mich wieder umnietet und ich im Krankenhaus lande, dann lieber doch ein bisschen weniger, nech?

Bis bald, ihr Hasen!
Eure Flusen-auf-dem-Kopp-Möööni

29.10.2019: Eine Woche „Zwangsurlaub“

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich gestern Vormittag aus dem Krankenhaus entlassen wurde (juchuuuh!) und extra den Doktor bat, dass meine Portnadel bis zum Nachmittag liegen bleiben kann, da ich ja mein Kontroll-MRT hatte, bei dem ich Kontrastmittel gespritzt bekam, und er zustimmte, war ich glücklich – denn das Anzapfen meines Power-Ports hatte neun oder zehn Anläufe gebraucht (AUAAAA!), ich wurde zwischendrin noch zur Intensivstation gerollt und letztlich traf nur ein gynäkologischer Oberarzt meinen zickigen Port.
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