Über mich

Hallo und guten Tag!

Freut mich, dass du hierher gefunden hast. Da will ich mich mal kurz vorstellen:

Ich heiße Monica, bin 37 Jahre alt (30.11.1982) und lebe mit meinen beiden Kindern Romy (*19.09.2012) und Mick (*12.07.2016), meinem Mann Jörn und unserer Katze Mausi (*14.06.2005) in Braunschweig.

Warum gibt es diesen Blog? Eigentlich ganz einfach: Am 11.07.2016 erhielt ich die Diagnose Brustkrebs. Diese Buchstaben tippen sich recht einfach, aber dieses gesagt zu bekommen, zu realisieren, zu verarbeiten, ist unbeschreiblich und das wünsche ich wirklich niemandem, nicht einmal meinem ärgsten Feind.

Als ich den Knoten tastete, war ich ca. in der 36. Schwangerschaftswoche und tat es als Lymphdrüse ab. Mein Mann riet mir aber, es abklären zu lassen – ihm habe ich mein Leben zu verdanken, sofern ich hoffentlich die kommenden Jahre den Krebskampf überlebe. Die ganze Vorgeschichte könnt ihr bei Bedarf hier nachlesen.

Nach babylaui.wordpress.com und lauibaby.wordpress.com, den beiden Blogs über die Schwangerschaften meiner beiden Kinder und dem – bis heute – ruhenden Brustkrebs erlitt ich am 04.07.2019 eine Kraniotomie. Somit folgt nun Teil IV meiner Lebensgeschichte, die ich an dieser Stelle dokumentieren möchte.

Diese Seiten dienen als Art der Bewältigung und Verarbeitung der Erlebnisse. Seht es wie einen Einblick in meine Seele, meinen Kopf, und ich danke euch fürs Lesen, sofern ihr mein Gejammer ertragt. Denn in erster Linie lege ich diese Seite an, um meine Krebserkrankungen zu verarbeiten und für mich zu verarbeiten.

Wer mir außerhalb dieses Blogs schreiben mag, kann mich unter Chemonica@gmx.de erreichen. Ich freue mich über jede einzelne Mail!

 

Zahlen, Daten, Fakten:

Mo., 11.07.2016: Diagnose Brustkrebs Mammakarzinom rechts, invasiv duktal, axillär, Stadium: pT2, pN2a (4/22), L1, V1, R0, G3, Tumorgröße: 2,5 cm, triple negativ. Die Behandlung gilt als April 2018 als abgeschlossen und ich gelte bis dato als frei von Brustkrebs.

Do., 04.07.2019: Akuteinlieferung Klinikum Salzdahlumer Straße, Kraniotomie (Hirn-OP), bei dem man mir einen Hirntumor (4×5 cm) entfernte. Mutmaßung, dass Meta vom früheren Mamma-CA käme.

Mi., 10.07.2019: ZVK-Zug (zentraler Venenkatheter) sowie Verlegung von Zwischenstation (IMC) auf Normalstation. Zwei Stunden später Diagnose: Plattenepithelkarzinom. Hirntumor passt laut Pathologie nicht zum Brustkrebs, also Staging von Hals bis Rumpf auf der Suche nach dem Primärtumor. Diagnose: möglicherweise CUP-Syndrom.

Do., 11.07.2019: ÖGD (Magenspiegelung), jedoch Abbruch nach über einer Stunde, weil Vigo (Zugang) an keiner Stelle am Körper legbar (wird zur Sedierung zwingend benötigt), Terminverschiebung.

Fr., 12.07.2019: Dritter Geburtstag meines Sohnes und eigentlich geplanter Tag der Entlassung: Legung neuer ZVK subclavia (diese Schmerzen werde ich nie vergessen!).

So., 14.07.2019: Untersuchung Dermatologie – ohne Befund.

Mo., 15.07.2019: CCT, Diagnose: ohne Befund, Zufallsbefund: Pneumothorax nach ZVK-Legung am 12.07.2019.

Di., 16.07.2019: Erneute Röntgen-Kontrolle Thorax, abends 22:00 Uhr Zug und Nähung der Bülau-Drainage.

Mi., 17.07.2019: Erneute Röntgenkontrolle, Pneumothorax-Behandlung ohne Befund abgeschlossen.

Do., 18.07.2019: Mammo- und Sonographie sowie gynäkologisches Konsil – ohne Befund.

Fr., 19.07.2019: ÖGD, Diagnose: ohne Befund.

Mi, 24.07.2019: Koloskopie – ohne Befund.

Fr., 26.07.2019: Kontroll-MRT – ohne Befund.

Do., 01.08.2019: Schilddrüsen-Sono – ohne Befund.

Do., 08.08.2019: PET-CT. Anschließend Entlassung aus der Klinik Salzdahlumer Str. CUP-Syndrom bestätigt, Primärtumor wurde nie gefunden.

Fr., 09.08.2019: Erneute stationäre Aufnahme (Klinik Salzdahlumer Str.) wegen hohem Fieber, letztlich Feststellung einer Agranulozytose (Unverträglichkeit des Wirkstoffs Metamizol, das ich viele Tage zwecks starker Fußschmerzen im KH verabreicht bekam), Antibiose bis 14.08., anschließend Antbiotika bis 17.08.2019.

Mo., 12.08.2019: Lungenfunktionstest und Bronchoskopie, da PET-CT Knoten im Brustbein-Bereich zeigte, auffälliger Befund der Gewebeprobeentnahme.

Fr., 16.08.2019: Port-Anlage (Salzdahlumer Str.)

Sa., 17.08.2019: Entlassung aus der Klinik, Befund laut Entlassungsbrief:

  • 5×4 cm Metastase rechts frontal (operiert)
  • Lymphknotenmetastasen links zervikal im Level IV, im linken Hilus und paratracheal im mittleren Mediastinum. Ossäre Metastasen im BWK 7, fraglich BWK 12 (DD Osteochondrose), im linken Os ilium, im Sacrum/SWK 1 und rechten Tuber ischiadicum.

Do., 22.08.2019: Lagebesprechung in der Strahlenklinik und im MVZ Celler Straße, Kopf-MRT-Termin für 26.08.2019. Geplante Bronchialkarzinom-Chemo.

Mo., 26.08.2019: Stationäre Aufnahme (Celler Str.), jedoch auf Intensivstation, Diagnose: Erneuter Pneumothorax durch Port-Anlage am 16.08.2019 (festgestellt durch Voruntersuchung für geplantes Kopf-MRT).

Do., 29.08.2019: Kopf-MRT (Salzdahlumer Str.) – ohne Befund, anschließend Entlassung KH.

Fr., 30.08.2019: Klinik Celler Str., CT vor Strahlentherapie Kopf sowie Maskenherstellung.

Mo., 02.09.2019: HNO-Konsil (ambulant) – ohne Befund.

Mi., 04.09. – Mi., 11.09.2019: Kopf-Bestrahlung (Stereotaxie).

Fr., 13.09.2019: Chemo 1 von 4 (Carboplatin, Paclitaxel, Pembrolizumab)

Mo., 23.09.2019: Erster „Knochentropf“ (Zoledronsäure, Bisphosphonat-Therapie).

Mi., 03.10.2019: Fieber (drohender Infekt), daher Chemo-Verschiebung um eine Woche.

Di., 09.10.2019: Chemo 2 von 4 (Carboplatin, Paclitaxel, Pembrolizumab)

Mo., 21.10.2019: „Knochentropf“ (Zoledronsäure)

Mi., 23.10.2019: Stationäre Aufnahme KH Celler Str., Neutropenie, Entlassung: 28.10.2019.

Do., 24.10.2019: Kontroll-CT (Verlaufsbeobachtung nach zwei Chemos).

Mo., 28.10.2019: Kontroll-MRT Kopf – ohne Befund.

Mi., 06.11.2019: Chemo 3 von 4 (Carboplatin, Paclitaxel, Pembrolizumab)

Mo., 18.11.2019: „Knochentropf“ (Zoledronsäure)

Mi., 27.11.2019: Chemo 4 von 4 (Carboplatin, Paclitaxel, Pembrolizumab)

Sa., 30.11.2019: Mein 37. Geburtstag

09.12.2019: Kontroll-MRT Kopf – ohne Befund.

Mi., 11.12.2019: Stationäre Aufnahme Klinik Celler Str. nach Fieber – Neutropenie, Entlassung: 12.12.2019.

Fr., 13.12.2019: Kontroll-CT (nach Chemotherapie-Ende).

Sa., 14.12.2019: Bewilligung EU-Rente (volle Erwerbsminderung auf Lebenszeit), rückwirkend ab 01.08.2019.

Mo., 16.12.2019: „Knochentropf“ (Zoledronsäure), anschließend Lagebesprechung mit Onkologin, ich soll (u. a.) Berliner Charité aufsuchen (Masterprogramm).

Di., 18.12.2019: Immuntherapie (Pembrolizumab)

Mi., 19.12.2019: Übersendung aller Befunde an die MHH Hannover (dort 2017 bereits registriert/untersucht, ob Mamma-CA genetisch bedingt war), vorab telefonische Nachfrage meinerseits, ob von deren Seite überhaupt Interesse an meiner Neuerkrankung bestehe.

29.12.2019 – 07.01.2020: Jörn im Krankenhaus (Miller-Fisher-Syndrom, ursprünglich Verdacht auf Enzephalitis), Fahrverbot bis zur vollständigen Genesung.

Fr., 03.01.2020: Offizielle Erlaubnis meiner Neurologin: Ich darf wieder selbst Autofahren! (zuletzt Ende 06/2019, nach Hirn-OP sowie Kopf-Bestrahlung darf man sechs bzw. drei Monate keinerlei Fahrzeug führen!).

Mi., 08.01.2020: Immuntherapie (Pembrolizumab)

Do., 09.01.2020: Kardiologe (ambulant) Herzecho – Befund: Keinerlei Perikarderguss mehr.

Mo., 13.01.2020: „Knochentropf“ (Zoledronsäure)

Di., 14.01.2020: Anruf der MHH – Hirnmetastase sei nochmals untersucht worden, kein CUP-Syndrom, sondern mein Brustkrebs aus 2016. Protein GATA3 wurde versehentlich nie von der Pathologie untersucht…

Do., 16.01.2020: Bahnreise in die Berliner Charité, Besprechung Masterprogramm.

Do., 23.01.2020: Mammo- und Sonographie – ohne Befund.

Mi., 29.01.2020: Immuntherapie (Pembrolizumab)

Do., 30.01.2020: Kontroll-EEG – ohne Befund. Und Jörn darf nun wieder Auto fahren.

Geplante Termine:

Mo., 10.02.2020: „Knochentropf“ (Zoledronsäure)

Fr., 14.02.2020: Kontroll-CT THoax/Abdomen/Becken

Mo., 17.02.2020: Befundbesprechung mit Onkologin MVZ, Celler Str.

Mi., 19.02.2020: Immuntherapie (Pembrolizumab)

Mo., 09.03.2020: „Knochentropf“ (Zoledronsäure)

Do., 19.03.2020: Kontroll-MRT Kopf

 

Ein Kommentar zu „Über mich

  1. Liebe Monica,
    Ich bin durch das Bricom-Forum auf Deinen Bloc gestossen und lese seitdem Deine Aufzeichnungen. Du bist eine tapfere und starke junge Frau und Dein Schicksal berührt mich. Trotz Deiner schweren Krankheit und der Ungewissheit über die weitere Vorgehensweise der Ärzte und die vielen Unzulänglichkeiten während Deines Krankenhausaufenthaltes hast Du Deinen Humor nicht verloren.
    Ich drück Dir beide Daumen, dass Du bald aus diesem Albtraum erwachst und Du gesund wirst. Dir und Deiner Familie alles alles Gute.

    Ursula

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