11.11.2019: Diese Laaangeweile…!

Hallo ihr Lieben!

Ja, mich gibt es noch. Inklusive recht tauben Fingern und Füßen, auch weiterhin gnadenlos unmotiviert, faul und ausschließlich im Schlabberlook. Und laufe Früh bis Spät daheim ohne Mütze herum. Gut, die meiste Zeit liege ich eh. Ehrlich, ich bin SO eine faule Gurke!
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06.11.2019: Chemo 3 von 4

Guten Morgen ihr Lieben!

Hier sitze ich nun, im MVZ der Celler Straße, und Chemo 3 von 4 läuft. Wieder um eine Woche war sie verschoben worden, aber meine weißen Blutkörperchen brauchten erst einmal etwas Erholung von der letzten Runde (und dem Knochentropf, nehme ich mal an).


Das Tavegil, welches ich zu Anfang als Infusion erhalte, macht immer extrem gemein müde, daher kann ich noch nicht versprechen, dass mein Text heute ewig lang wird. Aaaaber eine Sache von gestern muss ich euch unbedingt noch berichten:
Gestern hatte ich ja mein Gespräch, bei dem ich das Ergebnis vom Kontroll-Kopf-MRT mitgeteilt bekam: „Frau Lauenstein, es ist alles tippi-toppi!“ Heißt, mein OP-Gebiet sieht prima aus und die Stelle, die wir „im Auge behalten wollen“, wo der Arzt im September 2019 anmerkte, dass sich hinten links im Hinterkopfbereich noch eine Stelle befindet – ist weg! Es sind also auch hier keinerlei Auffälligkeiten oder suspekte Gebiete zu sehen. Ich bin ja inzwischen SO misstrauisch, dass ich mich gar nicht so richtig ausgiebig und gelasen freuen kann bzw. will, aus Angst, doch wieder irgendeine Nachricht vor den Latz geknallt zu bekommen, aber dennoch habe ich mich tief im Inneren gefreut! Heißt also, ich werde mir Anfang Dezember mal ganz mutig einen Neurologen suchen, der mir im Januar hoffentlich bescheinigen wird, dass ich wieder ein Auto fahren darf. Darauf freue ich mich jetzt schon 🙂

Jedenfalls ging heute Früh der Wecker um 06:15 Uhr und ich stand dann auch zeitig auf. In der Nacht hatte mich um etwa viertel nach Zwei nachts mein Juckreiz halb von der Couch gerissen. Erst mein linker Oberarm, dann über der Kaiserschnitt-Narbe, dann wieder Oberarm, Narbe, Oberarm… Ich bin bald ausgeflippt! Aber irgendwann ging es wieder etwas besser und ich schlief wieder ein.
Ich nahm meine Schilddrüsen- und Magenschutz-Tablette, ging also duschen, zog mich an und packte mein restliches Zeug in meine „Chemo-Tasche“. Meine liebe Mami besorgte mir noch Frühstück, welches sie mir gerade noch so ins Taxi reinreichen konnte – ich danke dir, Hasi! Fast hätte ich ohne Essen das Haus verlassen müssen!
Kurz vor der Abfahrt nahm ich noch meine Akynzeo ein, damit mich auch ja keine Übelkeit überkommt, und der Taxifahrer war viel zu früh da und somit durfte ich noch 14 Minuten vor dem MVZ warten.

Schließlich öffnete sich um Punkt acht Uhr die Tür, ich meldete mich an , fragte nach meinen Rezepten (ich hatte Akynzeo, Pantoprazol und Tavegil „bestellt“, bekam aber nur ein Rezept mit den ersten beiden Medikamenten, also kann Tavegil wohl nicht verschrieben werden? Hatte mir ne 50er Packung aus der Apotheke von Jörn mitbringen lassen, damit ich notfalls was wegen diesem grausamen Juckreiz im Haus habe) und ging letztlich in den mir zugeteilten Therapie-Raum.

So, und nun sitze ich hier. Die kommenden drei Stunden läuft nun Paclitaxel, ich werde gleich mal das stille Örtchen aufsuchen, mir eine Jacke drüberziehen (heute ist Fröstel-Tag bei mir, brr) und dann etwas TV schauen (über Joyn) oder was von Festplatte („Mord mit Aussicht“).

Drückt mir die Daumen, dass mich diese Chemo-Runde mit Nebenwirkungen verschont. Zumal ich aus meinem Zettel lesen konnte, dass meine Dosis herabgesetzt wurde. Seufz. Wollte ich ja eigentlich nicht, aber bevor es mich wieder umnietet und ich im Krankenhaus lande, dann lieber doch ein bisschen weniger, nech?

Bis bald, ihr Hasen!
Eure Flusen-auf-dem-Kopp-Möööni

29.10.2019: Eine Woche „Zwangsurlaub“

Hallo ihr Lieben!

Nachdem ich gestern Vormittag aus dem Krankenhaus entlassen wurde (juchuuuh!) und extra den Doktor bat, dass meine Portnadel bis zum Nachmittag liegen bleiben kann, da ich ja mein Kontroll-MRT hatte, bei dem ich Kontrastmittel gespritzt bekam, und er zustimmte, war ich glücklich – denn das Anzapfen meines Power-Ports hatte neun oder zehn Anläufe gebraucht (AUAAAA!), ich wurde zwischendrin noch zur Intensivstation gerollt und letztlich traf nur ein gynäkologischer Oberarzt meinen zickigen Port.
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26.10.2019: Juck, juck, kratz, kratz – Mag mein Körper die Antibiose nicht mehr?

Hallo ihr Hasen!

Tja ja, noch immer habe ich Urlaub von Zuhause, haha. Sprich: Ich bin noch im Krankenhaus. Montag Vormittag soll vermutlich meine Entlassung sein, sofern das Blutbild in Ordnung ist und das Fieber fern bleibt. Das dazu benötigte Blut wollte man mir Montag Früh abzapfen – nur heute Morgen, nach der üblichen Antibiose (also Antibiotika-Gabe von Piperacillin/Tazobactam intravenös, die ich täglich um 7:00, 15:00 und 23:00 Uhr erhalte) hat mein Körper beschlossen, an diversen Stellen einen abartig miesen Juckreiz zu entwickeln. Mein Hinterkopf und Nacken, über dem Po, Unterarme und Handrücken treiben mich in den Wahnsinn, dieser Juckreiz, aaaargh!
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23.10.2019: Mal wieder ein paar Grüße aus dem Krankenhaus…

Hallo ihr Lieben!

Da dümpelt man nach der letzten Chemo am 09.10.2019 so vor sich hin, liegt viel, schläft viel und guckt TV für Vier, hat am 21.10.2019 seinen nächsten „Knochentropf“ (Bisphosponat-Therapie mit Zoledronsäure) und pünktlich abends um 20:00 Uhr begann, so wie auch beim letzten Mal, der Schüttelfrost und die Körpertemperatur stieg. Glücklicherweise hatte ich diesmal keinerlei Knochenschmerzen bzw. so geringfügig, dass sie keine Erwähnung wert sind. Die Temperatur stieg bis Mitternacht auf 39,0° C und ich nahm schließlich eine Ibu. Die Nacht war durchwachsen, schwitzig und anstrengend, um 6:00 Uhr war eine weitere Ibu notwendig, da die Temperatur wieder bis auf  38,8° C geklettert war. „23.10.2019: Mal wieder ein paar Grüße aus dem Krankenhaus…“ weiterlesen